Herz Mostviertel: Die Kleinregion wächst. Herz Mostviertel verzeichnet ein deutliches Bevölkerungsplus und ist vor allem für Jungfamilien attraktiv. Aber auch die Zahl der Betriebsstandorte nimmt zu.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. Januar 2019 (04:17)
Die Ergebnisse des Demografiechecks bekamen die Ortschefs der Kleinregion Herz-Mostviertel in der Vorwoche präsentiert. Im Bild Kleinregionssprecher Johannes Heuras, Bürgermeister von St. Peter in der Au, und Weistrachs Bürgermeister Erwin Pittersberger.
Kleinregion Herz Mostviertel

Die Kleinregion Herz Mostviertel hat das Regionalberatungsbüro Wallenberger & Linhard aus Horn damit beauftragt, einen sogenannten Demografiecheck in den sieben Kommunen vorzunehmen. „Jeder Bürgermeister hat ja im Gefühl, wie sich seine Gemeinde entwickelt, ob es Zuzug gibt, oder eher Abwanderung. Wir wollten uns das aber einmal über die Gemeindegrenzen hinweg anschauen“, sagt der Sprecher der Kleinregion Herz Mostviertel, St. Peters Bürgermeister Johannes Heuras.

In der Vorwoche haben die Regionalberater nun den Ortschefs der sieben Gemeinden bei einer Sitzung in Biberbach die Ergebnisse präsentiert.

„Und die sind durchaus interessant. So hat sich etwa gezeigt, dass sich seit dem Jahr 1951 die Bevölkerunszahl in der Kleinregion um 4.000 Menschen vergrößert hat. Im Jahr 2018 hatten wir erstmals mehr als 20.000 Einwohner, genau gesagt 20.009“, berichtet Heuras.

„Wir haben auch eine gute Infrastruktur“

Besonders stark gewachsen ist die Kleinregion einwohnermäßig in den letzten sechs Jahren – nämlich um 600 Personen. „Das zeigt natürlich, dass wir eine sehr gute Lebensqualität bieten. Insgesamt liegen wir mit unserer Bevölkerungsentwicklung aber im Niederösterreichschnitt“, erklärt der Kleinregionssprecher.

Auffallend ist, dass es in den Jahren 2007 bis 2018 ein deutliches Plus an Geburten gegenüber Sterbefällen in der Region gab. Es sind 584 Babys mehr zur Welt gekommen, als Menschen verstarben. Insgesamt gab es in diesem Zeitraum knapp 2.400 Geburten und rund 1.800 Todesfälle.

Die Ergebnisse des Demografiechecks bekamen die Ortschefs der Kleinregion Herz-Mostviertel in der Vorwoche präsentiert. Im Bild Kleinregionssprecher Johannes Heuras, Bürgermeister von St. Peter in der Au, und Weistrachs Bürgermeister Erwin Pittersberger.
Kleinregion Herz Mostviertel

An der hohen Geburtenzahl lässt sich für Heuras ablesen, dass die Kleinregion für Familien sehr attraktiv ist. „Wir haben aber auch eine gute Infrastruktur – von Tagesbetreuung, über Kindergärten bis hin zu Schulen“, stellt er fest. Die Herz-Mostviertel-Gemeinden seien damit, und auch durch ihre gute Verkehrslage, für Bewohner des Speckgürtels um Linz und Steyr attraktiv, die sich lieber im Grünen ansiedeln wollten. Und die Grundstückspreise sind im Mostviertel natürlich auch noch niedriger als in den Ballungsräumen.

Es gibt im oberen Mostviertel aber auch immer mehr Firmen, die Arbeitsplätze bieten. Laut den Erhebungen von Wallenberger & Linhard verzeichnete die Kleinregion in den letzten 12 Jahren bei den Betriebsstandorten ein Plus von 50 Prozent. 2017 waren es in der Kleinregion insgesamt 971.

„Jeder Bürgermeister wird die Zahlen nun für sich analysieren. Bei der nächsten Kleinregionssitzung werden wir dann über die Erkenntnisse und über mögliche Maßnahmen sprechen“, sagt Heuras.

Gekostet hat die Studie insgesamt rund 4.900 Euro. Da es aber auch eine Förderung des Landes gab, entfallen auf jede Kommune etwa 500. Euro.