St. Valentin: Lüge um kiloweise Speed

Erstellt am 28. Mai 2022 | 06:43
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Foto: APA (Symbolbild)
Mann aus St. Valentin hängte einer Bekannten den Verkauf von 2,6 Kilogramm Amphetaminen an. Später enttarnte er seine Lüge selbst.
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Vor zwei Wochen stand eine St. Valentinerin wegen Drogenhandels vor Gericht. Ein ausschlaggebender Grund für die Anklage war die Aussage eines 37-jährigen St. Valentiners. Er hatte angegeben, von der 49-Jährigen 2,6 Kilogramm Amphetamine gekauft zu haben. Jedoch nahm er diese Aussage in einer zweiten Vernehmung der Polizei zurück. Er wurde wegen Verleumdung und unerlaubten Umgangs mit Suchtgift angeklagt.

Der Mann aus St. Valentin gab an, dass er bei der Beschuldigten gewohnt hätte und es nach seinem Auszug Probleme gab. Die Frau und ihr Lebensgefährte sollen ihm mit Gewalt durch Dritte gedroht haben. Aus Angst ging der Angeklagte zur Polizei und versuchte die St. Valentinerin zu belasten. Dabei gab er auch seinen eigenen Konsum zu. Wenig später kam er allerdings zurück zur Polizei, um seine Aussage zurückzuziehen. Nach eigenen Angaben hatte er Angst vor den Drohungen und sah die mögliche Haft als sicheren Hafen an.

Der Angeklagte gab auch zu, rund 70 Gramm Speed erworben zu haben, wovon er 50 Gramm an andere weitergab. Er wurde zu 21 Monaten Haft verurteilt, wobei 14 davon bedingt sind. Außerdem erhielt der 37-Jährige eine Weisung zu Therapie und Bewährungshilfe, was auch seinen Wünschen entsprach. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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