Seitenstettner testen die Zukunft.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 15. September 2017 (10:59)
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Bgm. Johann Spreitzer, Christa Ruspeckhofer Prokuristin der Energie- und Umweltagentur NÖ, Martina, Stefan, Jakob und Stefan Krondorfer, Herbert Greisberger Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ (v.l.n.r.). Foto: enu

In der Seitenstettner Lehensiedlung beginnt die Zukunft am 25. September. 18 Haushalte (28 Personen) bekommen an diesem Tag insgesamt 23 Elektroautos und werden sie bis 3. November nutzen.

„Sie haben sich verpflichtet alle Wege nach Möglichkeit elektrisch zurückzulegen und ihre Erfahrungen detailliert aufzuzeichnen“, sagt Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ. Durch den Feldversuch sollen einerseits Vor- und Nachteile von E-Autos im Praxis-Dauereinsatz ermittelt, aber auch die Auswirkungen auf das Stromnetz geprüft werden.

Jeder Haushalt bekommt ein intelligentes Ladegerät, das mit einem Netzschutzgerät ausgestattet ist und notfalls das Laden des E-Cars auch stoppt, sollte das Stromnetz zusammenzubrechen drohen. Denn natürlich soll trotz der Elektroautos die Versorgungssicherheit der Haushalte gewährleistet bleiben.

Die Lehen-Siedlung wurde von der EVN auch deshalb für den Feldversuch ausgewählt, weil sie über eine besonders starke Trafostation verfügt. 100-prozentige Sicherheit, dass alle E-Autos am Morgen tatsächlich aufgeladen sein werden, gibt es aber dennoch nicht. „Aber ist ja gerade auch Teil des Projekts zu ermitteln, welche Probleme sich auftun“, sagt Greisberger.

„Wir wollen die E-Mobilität erlebbar machen und mit der Infrastruktur von heute testen, um Daten zu gewinnen und ein bestmögliches Ergebnis zur Umsetzung der e-Mobilitätsstrategie des Landes NÖ zu erreichen.“

Möglich gemacht wird der Feldversuch durch das Amt der NÖ Landesregierung - Abteilung Umwelt- und Energiewirtschaft, die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, ecoplus, EVN, und die Ladestationen-Hersteller KEBA, Schrack und DiniTech.

Welche Erkenntnisse man sich von dem Feldversuch genau erhofft, was teilnehmende Bürger selbst zu dem Experiment sagen und warum die nächsten Wochen vor allem für Vizebürgermeister Franz Tramberger besonders spannend sein werden, lest ihr in der neuen Printausgabe der NÖN, sowie im ePaper.

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