Kein Schulbus nach Enns. Der OÖ Verkehrsverbund hat den Bus von Ennsdorf nach Enns aus wirtschaftlichen Gründen gestrichen. VOR stellt Lösung für Problem in 14 Tagen in Aussicht.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 20. September 2016 (06:40)
NOEN, Vogl
Mit Tafeln informierte Bürgermeister Alfred Buchberger die Ennsdorfer Bürger, dass die Haltestelle Rasthausstraße/Eulenstraße aus wirtschaftlichen Gründen vom Bus des OÖ Verkehrsverbundes nicht mehr angefahren wird. Über 40 Kinder, die nach Enns in die Mittelschule oder ins Gymnasium pendeln, sind von der Einstellung der Linie betroffen.

„Die Eltern sind auf hundert. Für sie ist das ein Weltuntergang“, findet Bürgermeister Alfred Buchberger (SPÖ) deutliche Worte für das Problem, das ihn und viele seiner Bürger derzeit beschäftigt.

Was die Ennsdorfer so erzürnt, ist die unerwartete Einstellung des Schülertransports nach Enns. Mehr als 40 Kinder und Jugendliche, die ins Gymnasium oder die Mittelschule pendeln, sind von der Schließung der Haltestelle Rasthausstraße/Eulenstraße betroffen.

„Das ist wie in Schilda“

Dass die Haltestelle vom Bus des OÖ Verkehrsverbundes „aus wirtschaftlichen Gründen“ nach Jahrzehnten plötzlich nicht mehr angefahren wird, kam für viele Schüler und deren Eltern überraschend.

Zum einen wurde der Fahrplan der Linie erst Ende letzter Woche, also einige Tage nach dem Schulanfang in Oberösterreich, aus der Haltestelle entfernt. Zum anderen hatten die Schüler noch Freifahrtsausweise erhalten, so als ob es die Haltestelle ganz normal geben würde. „Das ist wie in Schilda“, ärgert sich Bürgermeister Buchberger.
Er wandte sich auch bereits an den Verkehrsminister und die zuständigen Landesräte in Nieder- und Oberösterreich.

Und der Einsatz dürfte sich gelohnt haben. „Ich habe einen Anruf von einem Herrn vom VOR bekommen. Er hat mir zugesagt, dass es in 14 Tagen eine für die Kinder zufriedenstellende Lösung geben wird“, berichtet Buchberger am vergangenen Freitag erleichtert.

Dieses Vorhaben bestätigte auch VOR-Pressesprecher Georg Huemer gegenüber der NÖN. „Wir sehen ein, dass es einen gewissen Beförderungsbedarf gibt. Wir suchen bereits nach einer Lösung für die Ennsdorfer Schüler“, stellt er einen Bus in 14 Tagen in Aussicht.

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