Neubau in St. Valentin wird für Blackout gerüstet

Das Erdgeschoß des neuen Veranstaltungszentrums kann künftig auch mit Notstrom versorgt werden, um dort ein Krisenzentrum einrichten zu können.

Erstellt am 18. November 2021 | 11:36
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Im Krisenfall oder bei einem Blackout kann das Erdgeschoß des Veranstaltungszentrums künftig zu einem Krisenzentrum umfunktioniert werden. Die Gemeinde lässt sich das 50.000 Euro kosten.
Foto: Vogl

Experten rechnen bereits in den nächsten fünf Jahren mit einem Blackout. Um für einen derartigen überregionalen Stromausfall gerüstet zu sein, beschloss der St. Valentiner Gemeinderat am vergangenen Donnerstag einstimmig, das neue Veranstaltungszentrum für dieses Szenario zu rüsten.

So werden im Erdgeschoß des Neubaus Vorarbeiten durchgeführt, um im Notfall ein Notstromaggregat anschließen und ein Notlager für die Bevölkerung einrichten zu können. „Wir schaffen ein Kompetenzzentrum für Blackouts. Wir können das Erdgeschoß nutzen und mit Strom versorgen, die Toiletten und die Teeküche nutzen. St. Valentin wird sicherer. Es ist nur traurig, dass es dafür keine Förderung vom Land gibt“, gab FPÖ-Gemeinderat Johannes Lugmayr zu bedenken. Man rechnet nämlich mit Kosten von rund 50.000 Euro. „Wir müssen viel Geld in die Hand nehmen für etwas, von dem wir hoffen, dass es nicht eintritt. Im Ernstfall würde es aber niemand verstehen, dass wir es aus Kostengründen nicht gemacht haben“, betonte Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr.

Leise Kritik an den erneuten Mehrkosten für das Veranstaltungszentrum kam von der ÖVP. Ebenso die Frage, warum man diese Maßnahme bei den Planungen nicht von Anfang an mitberücksichtigt habe. „Das Thema hat sich erst in den letzten Monaten ergeben“, stellte Kulturstadtrat Leopold Feil-ecker (SPÖ) dahingehend klar.