Bürgermeister appelliert mit Protestbrief an Landesrat. Ennsdorfs Bürgermeister fordert volle Transparenz zu Ausbauplänen der Umfahrung.

Von Daniela Führer. Erstellt am 16. September 2020 (04:14)
Dass Ennsdorf mit dem Ausbau der Umfahrung Pyburg/Windpassing den ganzen Verkehr schlucken soll, das will Bürgermeister Daniel Lachmayr so nicht akzeptieren.
Daniela Führer

Der geplante Ausbau der Umfahrung Pyburg-Windpassing auf vier Spuren stößt innerhalb der Gemeinde Ennsdorf vielen sauer auf. Auch Bürgermeister Daniel Lachmayr (SPÖ) wehrt sich an vorderster Front gegen die Pläne der von den Ländern Ober- und Niederösterreich vorgestellten Trassenvariante „Ost“, die aus dem Neubau der Mauthausner Donaubrücke 700 Meter flussabwärts inklusive Anbindung an die bestehende Umfahrung resultieren.

Der Bürgermeister übermittelte nun ein Protestschreiben an den zuständigen NÖ-Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP). Es gibt auch eine einstimmig beschlossene Resolution des Ennsdorfer Gemeinderates vom März dieses Jahres, dass diese Variante abgelehnt wird. Außerdem wurden dem Land bereits die Probleme, welche durch die geplante Trassenführung entstehen würden, übermittelt. „Die vorgelegte Variante würde für Ennsdorf eine unzumutbare Mehrbelastung bedeuten. Es ist keine Zukunftslösung, sondern ein Stückwerk, welche neue Verkehrsprobleme schafft“, erklärt Bürgermeister Lachmayr. „Wir wollen grundlegend über die uns vorgelegte Trassenvariante reden können“, sagt er weiter und fordert von Schleritzko die Veröffentlichung der Verkehrszähldaten sowie der Kosten-Nutzen-Analyse.

„Es braucht jetzt seitens des Landes volle Transparenz. Das Land beruft sich auf diese Analyse und wir wollen diesen Daten auch haben, damit wir auf selber fachlicher Ebene diskutieren können“, so der Bürgermeister. Auf die medial angekündigten Quartalsbesprechungen wolle man jedenfalls nicht warten.

Die kürzlich gegründete Bürgerplattform „Pro Ennsdorf-Windpassing“ werde von der Gemeinde zudem voll unterstützt – über alle Fraktionen hinweg. „Es ziehen hier alle an einem Strang, um diese Mehrbelastung zu verhindern“, ist Bürgermeister Daniel Lachmayr auf seine Gemeindebürger stolz.