Donaubrücke Mauthausen: Land bietet Verkehrsstudie an. Möglichkeiten zur Förderung des Radverkehrs sowie des betrieblichen Mobilitätsmanagements im Mittelpunkt.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 29. April 2021 (05:29)
Die Landesräte Ludwig Schleritzko und Günther Steinkellner (von links) boten den vom Neubau der zweiten Donaubrücke betroffenen Gemeinden die Erstellung einer ergänzenden Verkehrsstudie an.
Kauder/Archiv, Kauder/Archiv

Nichts Neues beim Donaubrücken-Jour fixe. So lautet Daniel Lachmayrs Zusammenfassung des Online-Meetings am vergangenen Donnerstag. „Seitens der Länder wurden abermals keine Vorschläge und Maßnahmen präsentiert, welche die Ortsgebiete der Gemeinden vom Durchzugsverkehr entlasten“, beklagt der Ennsdorfer Bürgermeister.

Er zeigt sich auch verärgert darüber, „dass Landesrat Ludwig Schleritzko zwar mitteilt, dass die Gemeinden ihre Punkte im Jour fixe vorbringen sollen, dann aber dort über diese Punkte nicht diskutiert werden darf. Ich hoffe sehr, dass Schleritzko endlich unsere Gesprächsangebote annimmt, um über ein sinnvolles Gesamtkonzept zu reden.“

Bereits im vergangenen Herbst gab es ja diesbezüglich einen länderübergreifenden Bürgermeisterbrief an die zuständigen Verkehrslandesräte. Bisher ohne Erfolg. Als Gesprächspartner standen – wie auch beim Jour Fixe – nur die Straßenplaner zur Verfügung.

Trotzdem konnte Lachmayr diesmal auch Positives aus dem Gespräch mitnehmen: „Positiv hervorzuheben ist, dass nun auch die Gemeinden Asten und Enns, die durch das Projekt ebenfalls mit negativen Auswirkungen betroffen sind, eingeladen wurden. Außerdem soll als Begleitmaßnahme ein Verkehrskonzept für den öffentlichen Verkehr und den Radverkehr erstellt werden.“

Kosten der Studie zahlen Gemeinden und Länder

Dass man den Gemeinden angeboten habe, gemeinsam eine ergänzende Verkehrsstudie zu erstellen, bestätigen die Landesräte Günter Steinkellner (OÖ) und Ludwig Schleritzko (NÖ). Diese soll vor allem Belange des Radverkehrs, des betrieblichen Mobilitätsmanagements sowie möglicherweise zusätzliche Maßnahmen im öffentlichen Verkehr umfassen und baut auf der Umsetzung des Neubaus einer zweiten Donaubrücke auf.

Die Finanzierung der Studie soll gemeinsam durch die Gemeinden und die Länder OÖ und NÖ erfolgen. „Mit dem Projekt des Neubaus der Donaubrücke Mauthausen soll eine völlige Neuorientierung der Verkehrsabläufe in dieser verkehrlich sehr herausfordernden Region versucht werden“, erklärt Ludwig Schleritzko.

„Gemeinsam werden wir die Wirtschaftsregionen Perg und Amstetten nicht nur durch eine neue Donaubrücke vernetzen, sondern dabei auch ökologische Mobilitätsmöglichkeiten von Beginn an mitdenken. Das Ziel, mit den ergänzenden Maßnahmen die Lebensqualität zu steigern, eint Gemeinden, Regionen und Länder“, ergänzt sein OÖ Amtskollege Günther Steinkellner.