Hoher Lärmpegel sorgt für Ärger bei A1-Anrainern. Asfinag entfernte ohne Vorwarnung Bäume und Sträucher entlang der Lärmschutzwand zur Westautobahn. Anrainer klagen nun über größere Lärmbelästigung.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 20. September 2016 (03:30)
NOEN, privat
Die Bäume und Sträucher auf der Böschung zur Lärmschutzwand wurden zum Ärger der Anrainer im Auftrag der Asfinag umgeschnitten.

Wer in der Nähe einer Autobahn wohnt, der ist dankbar für alles, was den Lärmpegel ein wenig eindämmt. Umso größer ist nun der Ärger bei den Bewohnern im Bereich der Rasthausstraße, dass ohne Vorwarnung und ohne Information seitens der Asfinag Bäume und Sträucher entlang der Lärmschutzwand zur Westautobahn ratzeputz entfernt wurden.

Asfinag will Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen

„Die Bürger beschweren sich, dass der Lärmpegel jetzt sehr hoch ist“, wurde Bürgermeister Alfred Buchberger in den letzten Tagen mit den Sorgen der Anrainer konfrontiert. Nicht nur der Lärm ist es, der sie stört, sondern auch die Optik. „Eine verwachsene Lärmschutzwand schaut einfach nicht aus wie eine Lärmschutzwand“, so ihre Argumentation. Außerdem vermuten die Anrainer hinter der Aktion „unnötige Arbeitsbeschaffung und einen Schildbürgerstreich“.

Diese Vorwürfe will man bei der Asfinag nicht auf sich sitzen lassen. „Einerseits gelten für Datenleitungen entlang der Autobahn Richtlinien betreffend der Freihaltung von Bewuchs. Andererseits sind Lärmschutzwände vom Kletterbewuchs freizuhalten, da dieser die Wand im Laufe der Jahre zerstört und die erforderliche bauliche Überprüfung der Wand verunmöglicht“, erklärt Birgit Kahr von der Asfinag.

Außerdem habe sich der angrenzende Nachbar wegen des Bewuchses, der die Grundstücksgrenze überragte, beschwert. Er habe sich bei der Bearbeitung seiner Felder den Traktor beschädigt sowie zusätzlich einen Ernteentgang erlitten. „Aus diesen Gründen musste der Bewuchs entfernt werden“, betont Kahr.