Prominenter Unterstützer für Donaubrücke Mauthausen. Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl wird die Gemeinde Ennsdorf bezüglich der geplanten und umstrittenen Trasse zur neuen Brücke unterstützen.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 30. Juli 2021 (06:17)
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Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl (5. von rechts) kam auf Einladung von Bürgerplattformsprecher Herbert Pühringer (4. von rechts) nach Ennsdorf. Bürgermeister Daniel Lachmayr (4. von links) erhofft sich von ihm Unterstützung im Kampf gegen den umstrittenen Zubringer zur geplanten neuen Donaubrücke.
privat, privat

Der Kampf gegen den geplanten Zubringer zur neuen Mauthausner Donaubrücke wird in Ennsdorf zum Dauerbrenner. Nun konnte man mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl einen prominenten Unterstützer für eine zufriedenstellende Lösung gewinnen. „Er hat uns seine Unterstützung signalisiert. Ich gehe davon aus, dass er sein politisches Gewicht in die Waagschale wirft und hoffe, dass auf unsere Bedenken eingegangen wird“, erklärt Bürgermeister Daniel Lachmayr.

„Mit dieser Variante wird eine Mehrbelastung der Bewohner in den betroffenen Ortsteilen wahrscheinlich.“ Bürgermeister Daniel Lachmayr

Schnabl war auf Einladung der Bürgerplattform Pro Ennsdorf-Windpassing nach Ennsdorf gekommen, um sich vor Ort über die Sorgen der Bevölkerung zu informieren. „Mit dieser Variante wird eine Mehrbelastung der Bewohner in den betroffenen Ortsteilen wahrscheinlich. Bis zum Jahr 2035 werden rund 4.000 Autos täglich mehr im Gemeindegebiet prognostiziert – zudem werden Folgekosten für die Gemeinde befürchtet, die durch Lärmschutzmaßnahmen, für Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und für die Instandhaltung der Infrastruktur bei bestehenden Knoten mit Gemeindestraßen, befürchtet“, weiß Schnabl nach dem Austausch mit der Bürgerplattform. Zudem würden auch 3,5 Hektar wertvoller Auwald zerstört.

„Ziel der Bürger in Ennsdorf ist eine Neubewertung der unterschiedlichen Varianten. Für mich ist es wichtig, auf die Menschen zuzugehen und eine Lösung zu finden, die alle Beteiligten mittragen können – im Sinne der Sicherheit, der Gesundheit und des Umweltschutzes. Ich gehe davon aus, dass wir zu einer guten Lösung kommen werden, die keine der befürchteten Nachteile für Anrainer, Pendler, Wirtschaft sowie Fauna und Flora bringen wird“, betont Schnabl.

Eine optimistische Sicht der Dinge, die der Ennsdorfer Bürgermeister nicht teilen kann: „Franz Schnabl ist ein optimistischer Mensch. Ich sehe das selbst nicht so optimistisch aufgrund dessen, wie die Beamten und Landesrat Schleritzko auf unsere Bedenken reagiert haben.“ Eines sei jedoch gelungen, erklärt Lachmayr. „Unser Ziel war es, Bündnispartner zu finden. Und den haben wir gefunden.“