Lehmann: „Die Saison ist besser gelaufen als erwartet“. Bei den Besuchern gehen zwar 5.500 Gäste aufs Vorjahr ab, bei den Einnahmen fehlt aber nicht viel im Vergleich zu 2019.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 10. September 2020 (06:26)
Abstand halten war auch im Haager Freibad angesagt. Die Einhaltung der Coronamaßnahmen war aufgrund des weitläufigen Geländes während der gesamten Saison kein Problem. Die Badebesucher waren außerdem sehr diszipliniert.
Gölzner

Der vergangene Sonntag war der letzte Tag der heurigen Badesaison. Einer besonderen Saison, die coronabedingt fast ein Monat später begann als in den Vorjahren und in der weit mehr Regentage zu verkraften waren als in den Vorsaisonen. Trotzdem fällt die Bilanz im Haager Erlebnisbad positiv aus.

Bademeister Markus Lehmann zieht eine positive Saisonbilanz.
Vogl

„Die Saison ist besser gelaufen als erwartet. Die warmen Tage, die wir hatten, waren sehr gut besucht“, fasst Bademeister Markus Lehmann die Saison zusammen. Pilgerten in der „normalen“ Saison im Vorjahr insgesamt 22.540 Gäste ins Haager Bad, so waren es in der Corona-Saison im heurigen Jahr rund 17.000. „Es gehen uns also rund 5.500 Besucher im Vergleich zum guten Vorjahr ab“, betont Lehmann. Annähernd das Ergebnis aus dem Vorjahr erreicht hat man hingegen bei den Einnahmen. Mit ein Grund dafür ist, dass heuer zwar weniger Saisonkarten, aber mehr Tageseintrittskarten verkauft wurden. Das lag auch an den zahlreichen Gästen, die für ihren Badbesuch eine weitere Anfahrt in Kauf nahmen. „Es sind Autos mit Wiener Kennzeichen vor der Türe gestanden und wir hatten auch Besucher aus Oberösterreich, weil zum Beispiel in den Linzer Bädern die Aufnahmekapazität bereits erreicht war“, schildert Lehmann.

Keine Probleme gab es im Haager Bad mit der Einhaltung der Coronamaßnahmen. Das Gelände ist weitläufig genug, um zu den anderen Badegästen den geforderten Abstand wahren zu können und auch die Händedesinfektion hat gut funktioniert. „Man brauchte die Leute nicht auf die Maßnahmen hinweisen“, erklärt der Bademeister. Auch wenn einige Besucher eine gewisse Angst vor dem Virus nicht verbergen konnten und mit Maske ins Bad kamen, war der Trend ein anderer. „Die meisten haben sich den Spaß nicht nehmen lassen“, sagt Lehmann. Trotzdem hofft er für 2021 auf ein besseres und vor allem auf ein von Coronamaßnahmen freies Jahr.