Ausstellung zeigt die Welt der Bäuerin. Anlässlich „40 Jahre Bäuerinnen“ des Gebiets Haag wurde in Kanning eine emotional bewegende Ausstellung organisiert.

Von Leopold Kogler. Erstellt am 01. Juli 2017 (06:12)
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Der Weg zur Ausstellung ist flankiert mit Stolpersteinen. Die Bäuerinnen (im Hintergrund) hatten für die Vernissage ein spezielles Musikprogramm vorbereitet.

Die Bäuerinnen des Gebiets Haag mit Sieglinde Land als Koordinatorin haben im letzten halben Jahr mit enormem Engagement, hoher Arbeitsleistung und mit klugen Ideen eine emotional bewegende Ausstellung in der Wolfgangskirche Kanning organisiert. Ende Juni wurde dann bei herrlichem Wetter und vielen Gästen die Ausstellung feierlich eröffnet.

„Was Bäuerinnen bewegt, wird hier ergreifend dargestellt“

Umrahmt vom Chor der Bäuerinnen, die ein spezielles musikalisches Programm vorbereitet hatten, wurden die Leistungen der Bäuerinnen von den Festrednern von den verschiedensten Seiten beleuchtet. Gerade das Motto der Ausstellung „Was Bäuerinnen bewegen – was Bäuerinnen bewegt“ soll sichtbar machen, was derzeit in der digitalisierten und globalisierten Welt sich im Umbruch befindet.

Mit dieser Präsentation soll die Aufmerksamkeit also auf die Situation in der Landwirtschaft und im Speziellen der Bäuerinnen, die von diesem Umbruch ebenfalls sehr betroffen sind, gelenkt werden.

Pfarrer Prälat Rudolf Gilbert Vogt brachte es in seiner eloquenten Art und Weise auf den Punkt. „Was Bäuerinnen bewegt, wird hier ergreifend dargestellt. Es sind Wünsche und auch berechtigte Forderungen. Es ist ein sehr wichtiges Anliegen, hinzuweisen auf die Erzeugung wertvoller Lebensmittel aus regionalem Anbau, nicht gentechnisch verändert oder am Ende sogar mit zahlreichen Zusätzen chemisch verfälscht“. Natürlich – gemeinsam – lebendig, das sind die Leitworte der Bäuerinnen.

Ausstellung ist allen Sinnen gewidmet

Bundesrat Andreas Pum strich in seiner Festrede den hohen Stellenwert der Bäuerinnen in der Gesellschaft hervor. „Sie sind Bindeglied unserer bäuerlichen Familienbetriebe – sozial, wirtschaftlich, kulturell – die Kraft am Land“.

Die originell gestaltete Ausstellung in der Kirche ist allen Sinnen gewidmet. Da duftet es nach Heu, da sieht man selbst geformte Hände, man hört Klänge, man schmeckt die lokalen Produkte und man darf auch den Tastsinn einsetzen. Beim Eingang sind Stolpersteine platziert, die Worte wie „Generation“, „Vorurteile“, „Weiterbildung“ oder „Zukunftsangst“ tragen. Die 15 Stationen der Ausstellung sind jeweils durch Hände dargestellt. Hände können Schönes gestalten, Kontakte schaffen, Zuwendung vermitteln und sie können stützen und trösten. Eine rundum gelungene Ausstellung voller Botschaften.