Eine Feier für den Ortschef. Karl Huber bekam von der Gemeinde ein großes Fest geschenkt.

Von Karl Fuchs. Erstellt am 27. November 2018 (05:05)

20 Jahre Bürgermeister und 60. Geburtstag. Das waren die beiden Anlässe, um Bürgermeister Karl Huber am vergangenen Freitag mit einem Ball zu beschenken, mit dessen Ausrichtung Amtsleiterin Edith Bauer betraut war.

Wie es sich für einen besonderen Jubilar gehört, wurden Karl Huber und Gattin Andrea von Altbürgermeister Josef Saffertmüller, Gemeinderat Manfred Gassner, Vizebürgermeister Johann Saffertmüller und Ehrenbürger Alfred Eglseer mit einer Stretchlimousine von zu Hause abgeholt und zur Veranstaltung chauffiert. Am Dorfplatz wurde Huber dann von der Blasmusikkapelle Ernsthofen empfangen und in den Festsaal der Veranstaltungshalle begleitet.

Vizebürgermeister Johann Saffertmüller begrüßte die anwesenden Ehrengäste – darunter viele Wegbegleiter und Bürgermeister der Nachbargemeinden, Vertreter der Wirtschaft, Vereine und Körperschaften. In seiner Rede ließ Saffertmüller 20 Jahre Bürgermeister Karl Huber Revue passieren, die aus kommunaler Sicht außergewöhnlich erfolgreiche waren.

Karl Hubers Wurzeln liegen im Großraum Linz und im Mühlviertel, ehe er sich in Weinzierl in der Gemeinde Ernsthofen niederließ. Ernsthofen war nach dem Krieg ein bäuerlich strukturiertes Dorf und verglichen mit St. Valentin durch die Ennskraftwerke keine arme Gemeinde. Als Huber nach Ernsthofen kam, kannte ihn niemand aus der Bevölkerung und auch politisch war er unbescholten. Einige clevere ÖVP-Mitglider erkannten aber, dass Karl Huber nach Bürgermeister Josef Saffertmüller der richtige Mann sei, um die Gemeinde mit dörflichem Charakter zu einer modernen, prosperierenden Gemeinde zu machen.

20 Jahre mit vielen Erfolgen für Ernsthofen

Politisch duellieren musste sich Karl Huber bei seiner ersten Wahl zum Bürgermeister mit dem damals beliebten Anderl Tschaler von der SPÖ. Dieser war aufgrund der vorgenommenen Hausbesuche vor der Wahl fest der Meinung, wenn er nur 25 Prozent der versprochenen ÖVP-Stimmen bei der Gemeinderatswahl erhalten würde, könnte er Bürgermeister werden. Das Wahlresultat fiel jedoch anders aus und war mit den vorherigen Gemeinderatswahlergebnissen ident.

Johann Saffertmüller zeigte auch die großartigen Erfolge von Bürgermeister Huber auf, die sogar Vorbild für die Region seien. Das begann mit dem Bau des Kanals und der Kläranlage und ging über Betriebsansiedlungen in großem Umfang, die 200 Beschäftigten Arbeit brachten, bis hin zum Umbau des Gemeindeamtes.

Weitere Errungenschaften waren die moderne Gestaltung des Ortsplatzes, die vielfältigen sozialen Einrichtungen, Sozialstammtische, betreutes Wohnen im Allgemeinen und im Besonderen mit dem jüngst erfolgten Umbau des Tischlereibetriebes von Studio C für junges Wohnen, Essen auf Rädern, die Sicherung der Nahversorgung und Versorgungssicherung durch Ansiedlung einer Ärztin, der Ausbau der Kirche Kanning zu einem Kulturzentrum und vieles andere mehr.

Haidershofens Bürgermeister Manfred Schimpl hielt die Laudatio. Er unterstrich die großartigen Leistungen seines Bürgermeisterkollegen und erwähnte, dass beide vieles gemeinsam haben. Er bezeichnete Karl Huber als einen Menschen, der Probleme offensiv angehe.

Als letzter Sprecher ergriff Karl Huber selbst das Wort, ließ nochmals seine 20-jährige Amtszeit in allen Details Revue passieren und dankte allen, die ihn zu diesem Erfolg die nötige Hilfe angedeihen ließen.