Frischer Wind im Haager Stadt-Café

Erstellt am 27. Januar 2022 | 06:12
Lesezeit: 3 Min
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Am vergangenen Freitag öffnete der neue Pächter Paul Hawel zum ersten Mal die Türe des Stadt-Cafés am Haager Hauptplatz. Der 25-Jährige möchte das Kaffeehaus wieder zu einem beliebten Treffpunkt für alle machen.
Foto: Vogl
Paul Hawel (25) ist der neue Pächter des Haager Stadt-Cafés am Hauptplatz, das am vergangenen Freitag wiedereröffnet wurde.
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Der Name Hawel ist in der Haager Gastronomieszene kein unbekannter. Albin Hawel vom Gasthof Mitter wurde im Gault&Millau-Restaurantführer Ende des Vorjahres bereits zum 31. Mal als Haubenkoch ausgezeichnet. Nun tritt auch sein Sohn Paul Hawel als neuer Pächter des Stadt-Cafés in die erste Reihe.

Der 25-Jährige absolvierte die Tourismusschule in Bad Leonfelden und landete dann wie sein Vater in der Küche. Sein erster Arbeitsplatz war das Landhaus Bacher in Mautern, wo er auch seinen späteren Chef, Alexander Huber, kennenlernte, der im bayrischen Pleiskirchen ein mit einem Michelin-Stern dekoriertes Restaurant führt. Als im März des Vorjahres ein neuer Pächter für das Stadt-Café gesucht wurde, entschloss sich Hawel, aus Bayern in die Heimat zurückzukommen. „Ich habe mir gedacht, wenn nicht jetzt, wann dann, und habe meinen Vertrag beim Huberwirt mit Silvester gekündigt“, erzählt Hawel.

Damit das Kaffeehaus bis zu seiner Rückkehr trotzdem geöffnet ist, schlüpfte Anna Tojner interimsmäßig in die Rolle der Pächterin des im Besitz ihres Onkels Michael Tojner befindlichen Cafés. „Ich bin Anna sehr dankbar, dass sie so perfekte Vorarbeit geleistet hat. Sie hat es geschafft, das Kaffeehaus wieder zu einem beliebten Treffpunkt zu machen“, freut sich Hawel über den Aufschwung in den letzten Monaten. Er ist auch dankbar dafür, die Chance bekommen zu haben, sich in Haag zu verwirklichen. „Hauptaufgabe für die nächsten Jahre ist das Café. Es soll eine Ergänzung und ein zweites Standbein zum Gasthof Mitter werden“, betont der Koch, der den elterlichen Gasthof einmal übernehmen wird.

Einen Schritt in Richtung Nachtgeschäft machen

Im Kaffeehaus wird er nun das Speisenangebot erweitern. „Eher in die Bistro-Schiene. Mittagsmenüs wird es nicht geben. Das ist nicht mein Konzept von einem Kaffeehaus“, stellt Hawel klar. Wichtig ist ihm das Mehlspeisenangebot und natürlich ein klassisches Wiener Frühstück. Einmal im Monat möchte er künftig einen Brunch anbieten und am Freitag und Samstag auch ein wenig in Richtung Nachtgeschäft gehen. So sollen die Haager dann bei „lässiger Musik Longdrinks genießen“ können. „Ich möchte kleiner starten und immer größer werden. Cocktails wird es nicht von Anfang an geben“, betont Paul Hawel.

Das Stadt-Café ist jeweils von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Am vergangenen Freitag öffnete es erstmals unter dem neuen Pächter Paul Hawel seine Pforten.

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