„Historischer Spatenstich“ für Fernwärmenetz. Mit dem Spatenstich wurde Anfang Juli der offizielle Startschuss für die Errichtung eines Fernwärmenetzes in der Gemeinde Ertl gesetzt.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 22. Juli 2018 (06:27)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Beim Spatenstich für die neue Fernwärme-Heizanlage in Ertl; von links: Gernot Koller (Familie Ripa), Karl Latschenberger, Planer Martin Ringhofer, Umweltgemeinderat Manfred Kalkgruber, Vizebürgermeister Alfred Losbichler, Landtagsabgeordneter Anton Kasser, Bürgermeister Josef Forster sowie die Anlagenbetreiber Julian Brandner und Paul Latschenberger (Seitenstetten Fernwärme GmbH).
Sabine Hummer

„Unter unserer Ortstafel steht ‚Klimabündnisgemeinde‘. Wir verheizen aber jedes Jahr viel Erdöl. Das widerspricht sich“, meinte Bürgermeister Josef Forster. Mit dem Bau des neuen Fernwärmeheizwerks, das künftig Wärme aus erneuerbarer Energie an öffentliche Gebäude sowie zahlreiche Privatabnehmer in Ertl liefert, sollen in der Gemeinde rund 120.000 bis 130.000 Liter Heizöl eingespart werden.

Mit dem „historischen Spatenstich“, wie der Ortschef betonte, wurde nun der offizielle Startschuss für das Großprojekt gesetzt, das von der Seitenstetten Fernwärme GmbH rund um Paul Latschenberger und Julian Brandner betrieben wird. Latschenberger und Planer Martin Ringhofer (Firma Ripa) erklärten kurz die Eckpunkte des Vorhabens mit einer Gesamtinvestitionssumme von 1,1 Millionen Euro: Ein modernes Biomasseheizwerk mit 500 KW Leistung wird errichtet, mit der rund 1.400 Meter langen Leitungstraße werden die 25 Abnehmer versorgt.

Beheizt wird die Anlage mit Brennstoff aus der Region. Bis zum Beginn der Heizsaison soll das Fernwärmenetz in Betrieb gehen. Auch eine Erweiterung wird bereits angedacht.