St. Valentiner Wildhotel hat eröffnet. Ideale Bedingungen für Wildtiere wurden im Hochwasserschutzbecken Haglergraben geschaffen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. Januar 2021 (04:20)
Ehrenamtlich kümmerten sich zahlreiche Mitglieder der Jagd St. Valentin um das Setzen von rund 900 Sträuchern für das neue Wildhotel in Altenhofen. Am Bild (2. von rechts): Jagdleiter Michael Ströbitzer und (4. von rechts) VP-Stadtrat Karl Bunzenberger.
VP St. Valentin

Ein sogenanntes „Wildhotel“, in dem Insekten, Vögel und Wildtiere ideale Bedingungen vorfinden, wurde im Hochwasserschutz-Retentionsbecken Haglergraben in Altenhofen umgesetzt.

Die Idee des Wildhotels — nicht zu verwechseln mit einem Insektenhotel — wurde von Gärtnerin Brigitte Ströbitzer geboren. Es wurde gemeinsam mit der Jagd St. Valentin, der Gärtnerin und dem Projektbetreiber Wildbach- und Lawinenverbauung vom Bund geplant. 2019 wurde bereits ein Biotop/Wildtränke von der Jagd umgesetzt, damit das Wild weniger oft die Straße queren muss, um an Wasser zu gelangen.

Der weitere Schritt neben der Wildtränke, den Wildtieren Schutz und Nahrung zu geben, wurde jetzt verwirklicht. Die Wildbach- und Lawinenverbauung investiert rund 10.000 Euro in die Pflanzung von 200 Bäumen. Zudem schaffte die Jagd 900 Sträucher an – die Kosten werden zu 80 Prozent vom Landesjagdverband, EVN und Bund getragen. Die Restkosten samt Pflanzung übernehmen die Jäger.

VP-Stadtrat Karl Bunzenberger betont die Win-Win-Situation aus mehrfacher Sicht: Zum einen spart die Stadtgemeinde Geld, da die Jagd einen Teil der Pflege des Retentionsbeckens übernimmt, und die Jagd bekommt Flächen, die sie wildgerecht betreiben kann.