St. Pantaleon-Erla: Die Bürger ins Boot holen. Bürgerbeteiligungsprogramm startete Anfang Juli. Die Gemeinde hofft auf viele Ideen und Anliegen.

Von Marlene Ortner. Erstellt am 23. Juli 2021 (05:22)

Die Aktion „Gemeinde21“ ist der niederösterreichische Weg zur Umsetzung des weltweiten UNO Programms der „Lokalen Agenda 21“. Die Aktion unterstützt die Gemeinden, eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger im 21. Jahrhundert zu finden. Und diese wird nun auch in St. Pantaleon-Erla in Angriff genommen.

Der gemeinsame Entwicklungsprozess steht dabei im Vordergrund. Ziel ist, ein umfassendes und nachhaltiges Zukunftsprogramm für die Gemeinde auszuarbeiten. Hierbei kommt der Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung eine enorm wichtige Rolle und Aufgabe zu. „Die Initiative „Gemeinde21“ bietet eine professionelle Begleitung und wird uns wichtige Impulse für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Gemeinde geben!“, erklärt Bürgermeister Rudolf Divinzenz.

Bürgerbeteiligungsprogramm läuft seit 1. Juli

Der Start des Bürgerbeteiligungsprogrammes in St. Pantaleon-Erla erfolgte am 1. Juli. Ab diesem Zeitpunkt ist die Gemeinde vier Jahre lang bei der Aktion „Gemeinde21“ aufgenommen. Ein Kernteam arbeitet dabei an einem Zukunftsprogramm, jedoch ist vor allem auch die Beteiligung der Bürger von St. Pantaleon-Erla wichtig für die nächsten Schritte. Dazu wurde ein Fragebogen konzipiert, der sowohl online als auch in Papierform ausgefüllt werden kann. Dieser ist ab sofort zugänglich und kann bis 8. August ausgefüllt werden. „Neben der Information in der Gemeindezeitung wurden auch bereits viele Detailinformationen zum Projekt „Gemeinde21“ auf die Homepage der Gemeinde gestellt“, betont Karl Öfferlbauer, der Sprecher des Kernteams.

Fragebogen für die Bürger als Startschuss

Die Aktion soll durch Mundpropaganda, einen Folder, der an jeden Haushalt ausgegeben wird und über Social-Media-Kanäle bekannt gemacht werden. „Die wichtigste Schiene zur Bekanntmachung der Aktion ist eine gute Mundpropaganda. Wenn das gut weitergetragen wird, können wir auch mit einer breiten Beteiligung rechnen!“, ergänzt Öfferlbauer. Ebenso soll in den nächsten Monaten eine persönliche Bürgerinformation stattfinden. Der voraussichtliche Termin ist der 15. September.

Der Fragebogen kann von Personen mit Haupt- und Nebenwohnsitz in St. Pantaleon-Erla ausgefüllt werden. Kernpunkte der Umfrage sind das Image der Gemeinde und die zukünftige Entwicklung sowie Ideen für St. Pantaleon-Erla. Im ersten Teil des Fragebogens wird der Status und die Zufriedenheit mit Einrichtungen und Möglichkeiten in unserer Gemeinde abgefragt. Der zweite Teil soll Aufschluss über aktuelle und zukünftige Projekte geben, die für einen großen Teil der Bevölkerung wichtig oder eher unwichtig erscheinen. Mehrere offenen Fragen geben jedem Einzelnen die Möglichkeit auch weitere für ihn wichtige Themen anzuführen“, erklärt Öfferlbauer.

Die Ergebnisse der Befragung werden mit Unterstützung des NÖ-Regional-Teams ausgewertet und in einer Veranstaltung präsentiert. Generell soll die Befragung dabei helfen, den Ort über Jahre hinweg gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Gemeinde erhofft sich eine hohe Beteiligung. „Erfahrungswerte aus anderen „Gemeinde21“-Projekten zeigen eine Rücklaufquote von 15 bis 20 Prozent.

Das sollte auch in St. Pantaleon-Erla möglich sein. Jeder einzelne Fragebogen ist wichtig und je mehr es sein werden, umso repräsentativer wird der Querschnitt für die wahren Bedürfnisse und Anliegen unserer Bürgerinnen und Bürger sein“, erläutert Öfferlbauer.

„Unser Ort hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Wohn- und Wohlfühlgemeinde entwickelt - die steigenden Einwohnerzahlen unterstreichen diesen positiven Trend.“ Karl Öfferlbauer

„Unser Ort hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Wohn- und Wohlfühlgemeinde entwickelt - die steigenden Einwohnerzahlen unterstreichen diesen positiven Trend. Umso wichtiger ist es, Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung ernst zu nehmen, engagierte Bürgerinnen und Bürger ins Boot zu holen und gemeinsam Projekte für die Zukunft zu erarbeiten“, freut sich auch Bürgermeister Divinzenz auf den Prozess.