Wolfsbach hat 2020 gut überstanden. Gemeinde hat trotz Einbußen positiv bilanziert. Planung für den Schulzubau wird in Angriff genommen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. April 2021 (04:04)
Symbolbild
APA (dpa)

Die Gemeinde hat das schwierige Jahr 2020 finanziell gut überstanden. Mit einem Haushaltspotenzial von 450.000 Euro (vergleichbar dem Überschuss im ordentlichen Haushalt nach der früheren Buchführungsmethode) kann die Gemeinde zufrieden bilanzieren. „Das liegt natürlich auch daran, dass wir uns im Vorjahr mit neuen Projekten zurückgehalten haben. Investiert wurde in schon begonnene Vorhaben und in dringend notwendige“, sagt Bürgermeister Josef Unterberger.

Ein unaufschiebbares Vorhaben war zum Beispiel die Schaffung einer zusätzlichen Kindergartengruppe im alten Rathaus. Dazu gab es keine Alternative, weil im bestehenden Kindergarten nicht mehr genug Platz vorhanden war. Knapp 131.000 Euro hat die Gemeinde dafür ausgegeben. Weitergeführt wurde, trotz Pandemie, natürlich auch die Sanierung der Sportanlage mit Kosten von rund 794.000 Euro. In den Wasserbau flossen 328.000 Euro, in den Kanalbau 149.000 und in die Güterwegeerhaltung 174.000 Euro.

Künftige Projekte besonnen planen

Unterberger geht trotz der Unterstützungspakete von Bund und Land für die Gemeinden davon aus, dass diese künftig den Gürtel enger schnallen müssen. „Denn aufgrund der Corona-Pandemie sinken auch die Staatseinkünfte und das werden auch wir zu spüren bekommen. Bis zum Herbst werden wir daher weiterhin Vorsicht walten lassen und die künftigen Projekte besonnen planen“, sagt der Ortschef.

Gedanken macht man sich im Gemeinderat auf jeden Fall über den Ausbau der Schule, denn dort fehlen Klassenräume und auch ein Multifunktionsraum. „Da werden wir noch heuer mit der Planung beginnen und vielleicht auch schon mit den Bauarbeiten“, sagt Unterberger.

Um für die in den nächsten Jahren geplanten Straßenbauprojekte einen besseren und vor allem gesicherten Preis zu erhalten, hat sich der Gemeinderat entschlossen, alle Vorhaben gemeinsam auszuschreiben. Wenn die Angebote vorliegen, wird dann dem Bestbieter der Auftrag erteilt.

Noch heuer wird auf alle Fälle die Zufahrt zu den rund 20 Häusern der Siedlung „Südhang“ staubfrei gemacht. Geplant ist außerdem, die Straße, die zu den Gemeindebrunnen in Hinterberg führt, zu schottern und dann zu asphaltieren.