Tierpark Haag-Wirtschaftshof: Gemeinsame Anzeige eingebracht

Erstellt am 23. Februar 2022 | 04:45
Lesezeit: 2 Min
Ungereimtheiten bei der Errichtung des Wirtschaftshofes haben nun auch ein gerichtliches Nachspiel.
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Dass bei der Errichtung des Tierpark-Wirtschaftshofes nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sei, beschäftigt die „Liste für Haag“ seit nunmehr fast einem Jahr. Mittlerweile hat sich bestätigt, dass die Rechnungen der Firma ETM um über 100.000 Euro zu hoch waren. „Da ETM während des letzten Jahres Leistungen erbracht (Notstromaggregat usw.) und in das Prüfergebnis eingerechnet hat, reduziert sich die Rückzahlsumme auf rund 66.000 Euro“, fasst Prüfungsausschuss-Obmann Thomas Stockinger zusammen.

Die Causa hat nun auch ein gerichtliches Nachspiel. Aufgrund der zu hohen Rechnungen und weiterer Vorfälle bei den Elektroinstallationen brachten die drei im Gemeinderat vertretenen Fraktionen nach einem Meeting in der Vorwoche gemeinsam eine Anzeige wegen Verdachts auf schweren Betrug zum Nachteil der Stadtgemeinde Haag bei der Polizei ein.

„Als Politik werden wir das Thema nicht endgültig klären können. Deshalb brauchen wir eine neutrale Stelle“, erklärt Bürgermeister Lukas Michlmayr, warum man sich für eine gemeinsame Sachverhaltsdarstellung entschieden hat. „Wir haben uns darauf geeinigt, das Thema mit diesem Schritt ruhen zu lassen. Wir haben viele Projekte in der Gemeinde geplant und müssen jetzt nach vorne schauen“, betont er. Pikantes Detail am Rande: Die Anzeige richtet sich gegen Ex-Stadtrat Christian Marquart, der noch immer ÖVP-Parteiobmann-Stellvertreter ist.

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