St. Valentin - Feuerwehr meldet "Brand aus". In St. Valentin (Bezirk Amstetten) war am Montagabend eine Reifenhalle in Vollbrand geraten. Vier Einsatzkräfte wurden bei Löscharbeiten verletzt. Nach 24 Stunden Löscheinsatz konnte am Dienstagabend "Brand aus" gemeldet werden.

Von Redaktion APA. Erstellt am 06. August 2014 (09:32)
NOEN, Einsatzdoku.at

Der Großbrand in einem Reifenlager in St. Valentin ist gelöscht. 36.000 Reifen und eine ganze Lagerhalle waren in Vollbrand gestanden.

Gegen Mitternacht sei noch eine Nachkontrolle durchgeführt worden, danach seien auch die letzten Einsatzkräfte eingerückt. "Einer der größten und schwierigsten Brände in den letzten Jahren konnte nun endgültig gelöscht werden", hieß es in der Aussendung.

Ursache vermutlich technischer Defekt

Die Untersuchungen zur Ursache des Großbrandes in einem Reifenlager in St. Valentin, der die Feuerwehr 24 Stunden in Atem gehalten hatte, waren laut NÖ Landespolizeidirektion am Mittwoch noch im Gang. Auslöser könnte ein technischer Defekt im Bereich einiger Lampen gewesen sein, berichtete der ORF NÖ. Brandstiftung werde ausgeschlossen.

Die Höhe des Schadens könnte bis zu fünf Millionen Euro betragen. Demnach soll der Betrieb provisorisch weitergeführt und die zerstörte Halle neu aufgebaut werden.

350 Feuerwehrmänner im Einsatz

Der Brand war am Montagabend ausgebrochen. Die hunderte Meter hohe Rauchsäule war auch in 40 Kilometern Entfernung noch zu sehen. Zahlreiche Notrufmeldungen gingen in der Bereichsalarmzentrale Amstetten ein. Insgesamt wurden zu seiner Bekämpfung 350 Einsatzkräfte aufgeboten, wie Philipp Gutlederer vom Feuerwehrkommando mitteilte. Mehr als eine Million Liter Löschwasser, 10.000 Liter Schaum und 3.000 Kilo Löschpulver wurden eingesetzt. Am Dienstagabend waren die Feuerwehrleute noch mit der Reinigung von hunderten Löschschläuchen beschäftigt, die zusammen eine Länge von mehreren Kilometern erreichten, schilderte Gutlederer. Nun beginnen Bagger und Lkw mit der Entfernung des Schutts.

"Es war ein massiver Atemschutzeinsatz. Die Löscharbeiten wurden zudem durch Wassermangel erschwert", schilderte Resperger. Ein ferngesteuerter Löschroboter wurde ebenso aufgeboten wie drei Hubsteiger.

Das Löschwasser wurde vom Ennskanal, von acht Hydranten und den zahlreichen Tanklöschfahrzeugen entnommen. Vier Feuerwehr-Mitglieder erlitten bei der Brandbekämpfung leichte Verletzungen und wurden vom Roten Kreuz medizinisch versorgt.

Große Aschewolke breitete sich aus

Gegen 21 Uhr hatte die örtliche Einsatzleitung am Montag via Radio die Anrainer aufgefordert, die Fenster und Türen zu schließen, weil sich eine große Aschewolke und giftiger Rauch ausbreitete. Etwa zwei Stunden später waren die Flammen unter Kontrolle.