Arztsuche in Haidershofen war erfolgreich. Seit der Vorwoche ist die seit über einem Jahr vakante Kassenstelle für einen Allgemeinmediziner nicht mehr ausgeschrieben. Es gibt zumindest eine Bewerberin.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 21. April 2021 (04:45)
Bürgermeister Manfred Schimpl freut sich über den Baufortschritt bei den Räumlichkeiten für den neuen Allgemeinmediziner.
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Seit dem 1. Jänner 2020 ist Allgemeinmediziner Walter Irauschek in Pension. Die Suche nach einem Nachfolger für die Kassenstelle des Hausarztes dauerte dann länger als erwartet. Seit der Vorwoche ist nun aber die Erleichterung in der Gemeinde groß.

„Die Stelle ist nicht mehr ausgeschrieben. Das heißt: Es gibt Bewerber und ich bin dankbar, dass es Interessenten gibt“, freut sich Bürgermeister Manfred Schimpl über das Ende der langwierigen Arztsuche.

Wie viele Mediziner sich tatsächlich beworben haben, weiß der Ortschef jedoch nicht. „Meine Telefonnummer war bei der Ausschreibung als Kontakt angegeben und da haben sich zwei Ärztinnen gemeldet“, erklärt Schimpl. Gibt es mehrere Bewerber, dann entscheidet ein Hearing über die Vergabe der Kassenstelle. Bestimmt wird Irauscheks Nachfolger von Ärztekammer und Gebietskrankenkasse.

Geht es nach den Wünschen von Bürgermeister Manfred Schimpl, dann soll die Praxis im neuen Gesundheitszentrum bereits mit 1. Juli in Betrieb genommen werden. „Ich hoffe, dass wir ehestmöglich erfahren, wer unser neuer Arzt ist, damit wir in Absprache mit ihm die Einrichtung bestellen können“, betont Schimpl, dass drei Monate bis zur Eröffnung durchaus knapp bemessen sind.

„Wir werden es aber schaffen. Zur Not haben wir ja auch Schuluntersuchungsräume, von denen wir zu Beginn Möbel für die Ordination verwenden können“, sagt Schimpl.

Um den Bürgern wieder eine medizinische Versorgung in der eigenen Gemeinde bieten zu können, kommt man dem neuen Arzt mit großzügigen Unterstützungen entgegen. „Wir mieten die Räumlichkeiten, die die Raika dankenswerterweise errichtet hat. Der Mietvertrag ist unbefristet und kann nach mindestens drei Jahren gekündigt werden“, verrät der Ortschef Details.

Die Gemeinde hat sich nun dazu verpflichtet, dem neuen Arzt die Räumlichkeiten für drei Jahre kostenlos zur Verfügung zu stellen. Außerdem übernimmt sie bis zu einer Summe von 100.000 Euro die Kosten für die Einrichtung.

„Für die Patienten ist die Konstellation ideal mit dem Arzt im Erdgeschoß und der Apotheke im gleichen Haus, die mit einem Lift erreichbar ist“, ist Schimpl froh über das neue Gesundheitszentrum. Groß ist aber auch sein Dank an die Ärztinnen aus Behamberg und Ernsthofen, die in den gerade durch die Corona-Pandemie sehr fordernden Monaten die Patienten aus Haidershofen übernommen haben. „Sie haben uns sehr unterstützt und sind an ihre Belastungsgrenzen gekommen“, ist Schimpl dankbar für das Engagement.