Mostviertel errang den Sieg bei "9 Plätze - 9 Schätze". Das Publikumsvoting machte Mostbratl am Samstag zum Lieblingsgericht der Österreicher.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 28. Mai 2019 (04:30)
Mostviertel Tourismus/schwarz-koenig
And the winner is: Das Mostviertler Mostbratl.

Obwohl erst am frühen Morgen aus Wien zurückgekehrt, stand Köchin Lydia Maderthaner am Sonntagmorgen schon wieder im Gasthaus und durfte Gratulanten empfangen. Am Abend zuvor hatte sie mit dem Mostviertler Mostbratl bei der ORF-TV-Show „9 Plätze - 9 Schätze: So gut isst Österreich“ den Sieg für Niederösterreich erkocht. „Danke an alle, die uns so toll unterstützt und für uns gevotet haben“, sagt die Wirtin.

Da das Bratl ja drei Stunden im Rohr sein muss, hat Mader thaner es noch zuhause zubereitet. In Wien wurde es bei 100 Grad nochmals erwärmt. Allein der Anblick des Bratls, garniert mit Erdäpfelknödeln und grünem Spargel war ein Genuss. „Ich habe natürlich gehofft, dass wir gewinnen, aber die Konkurrenz war doch groß“, sagt Maderthaner. Immerhin musste das Mostbratl gegen Klassiker wie dem Wiener Schnitzel antreten, das bei der Jurywertung auch noch knapp vorne lag.

Doch die Fans des Mostviertler Mostbratls ließen nicht nur in der Küche, sondern auch bei der Abstimmung nichts anbrennen und hievten das Mostbratl auf den ersten Platz. „Das ganze Dorf hat zusammengeholfen, alle Vereine und natürlich die Stammgäste des Gasthauses Maderthaner. Aber auch die Mostviertel Tourismus GmbH und der ORF NÖ haben viele Leute mobilisiert. Gemeinsam haben wir einen tollen Sieg eingefahren, der für die ganze Region touristisch sicher längerfristig von Bedeutung ist“, freut sich Bürgermeister Erwin Pittersberger.

Der Ortschef ist sich sicher, dass nun auch Gäste nach Weistrach kommen werden, die bisher nicht den Weg ins Mostviertel fanden. „Einfach, weil sie das Original-Mostbratl von Lydia Maderthaner einmal vor Ort verkosten wollen“. Natürlich waren auch etliche „Schlachtenbummler“ mit nach Wien gereist. Neben dem Bürgermeister saß auch Hans Hiebl aus Haag im Publikum.

 „Lydia Maderthaner war wirklich sehr cool“

 „Es herrschte eine tolle Stimmung und Lydia war wirklich sehr cool. Ich hatte ja schon nach dem sehr gut gestalteten Beitrag über das Mostbratl den Eindruck, dass wir beim Applaus des Publikums vorne waren. Aber natürlich war gerade das Wiener Schnitzel ein harter Gegner. Dass es dann zurückgefallen ist, hat mich doch überrascht. Anscheinend haben wir Mostviertler aber besser verstanden, Leute zum Voten zu motivieren“, sagt der Mostbaron. Groß war die Freude über den Sieg natürlich auch bei Gudrun Vösenhuber vom Mostvierteltourismus, die kräftig die Werbetrommel für das Mostbratl gerührt hatte. „Es ist ein großes Ding für das gesamte Mostviertel und für ganz Niederösterreich. Ich glaube, das Publikum und auch die Jury waren von Lydia begeistert, wie sie das Mostbratl aufgeschnitten und präsentiert hat, sehr überzeugt. Die schöne Kruste, das saftige Fleisch, das Mostsaftl ... da ist wohl ganz Österreich das Wasser im Mund zusammengelaufen“, erzählt sie.

Für Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer hat der Sieg des Mostbratls zwei Gründe. „Sehr entscheidend war natürlich Köchin, Lydia Maderthaner, die ihr Gericht mit viel Charme toll präsentiert hat. Hinzu kam die tolle Unterstützung der Mostviertler und der Niederösterreicher. Profitieren wird davon die ganze Moststraße. Auf Platz zwei kam am Samstag übrigens die Kaspressknödelsuppe aus Tirol. Platz drei errang der Bodenseefelchen aus Vorarlberg.