Rohrbruch: Seitenstetten ohne Wasser. Bis in die Nachmittagsstunden war am Freitag der Großteil des Marktes von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Der Rohrbruch wurde zum Glück rasch gefunden.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 27. März 2018 (05:27)
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Die Trefflinggasse glich frühmorgens einem See. Als die Bauhofmitarbeiter eintrafen, war schon ein Großteil des Wassers im Schotterboden versickert.

400.000 Liter Trinkwasser verloren und ein halber Tag, an dem fast der ganze Markt ohne Wasserversorgung war – mit diesem Worst- Case-Szenario war die Gemeinde am Freitag konfrontiert. Während zahlreiche Hausbesitzer und das Stift auf ihre Hausbrunnen umstellten, musste andernorts eine Notversorgung eingerichtet werden.

Die Freiwilligen Feuerwehren Markt und Dorf hielten mit ihren Tanklöschfahrzeugen den Betrieb bei der Firma Lisec aufrecht. Schulen und Kindergarten wurden vom Bauhof aus mit Trinkwasser versorgt. Viele Haushalte waren gänzlich ohne Wasser.

Sabine Hummer
Die Freiwilligen Feuerwehren Markt und Dorf, im Bild Ernst Kronsteiner, Engelbert Sonnleitner, Leopold Krondorfer, Johann Kaltenböck und Markus Kammerhofer, versorgten die Firma Lisec mit Wasser. „Ich bin froh, dass so schnell reagiert wurde, so haben wir keinen Produktionsausfall“, betonen Rüdiger Leimhofer und Stefan Hilmbauer (v.r.) von der Instandhaltung.

Frühmorgens um 4.30 Uhr bemerkte das Fernwirksystem des Ortswassernetzes, das übrigens erst seit November in Betrieb ist, erstmals Wasserverluste. Um 5.15 Uhr wurde Bauhofleiter David Strahofer durch einen Anruf des Systems alarmiert. Die Hiobsbotschaft: Der komplette Hochbehälter war leer.

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Die Freude war bei Bürgermeister Johann Spreitzer, Bauhofmitarbeiter Johannes Schachermayr, Bauhofleiter David Strahofer und Klaus Sagfriedmüller groß, als das Leck gefunden wurde.

„Wenige Minuten später habe ich schon entlang der Leitungsstrecke die ersten Wasserschieber betätigt. Dadurch werden manuell Teile des Netzes von der Leitung genommen“, erklärt der Bauhofleiter.

Auch ein aufmerksamer Bürger meldete sich. „Friedrich Schoberberger ist in die Arbeit gefahren und hat bemerkt, dass die Trefflinggasse unter Wasser stand“, berichtet Strahofer. Dadurch konnte das Gebiet, wo sich das Leck befand, zum Glück eingegrenzt werden. „Insgesamt waren bereits 400.000 Liter Trinkwasser ausgelaufen. Da es sich um eine so große Menge handelte, ist das Wasser im Schotterboden auch nicht mehr versickert“, berichtet Bürgermeister Johann Spreitzer.

Um 6 Uhr wurden die Firmen Strabag und Stockinger verständigt, die sofort mit ihren Geräten anrückten, um sich auf die Suche nach dem Leck zu machen.


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