Bernhard Ebner: „Bezirk Amstetten wird sich erholen“. Coronakrise wurde rasch zur Wirtschaftskrise, sagt VP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner und zog Bilanz über die Hilfsmaßnahmen und die Lage am Arbeitsmarkt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 02. September 2020 (04:17)
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VP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner listete die Förderungen auf, die in der Coronakrise schon in die Region geflossen sind.
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Ganz im Zeichen der Coronakrise stand am Donnerstag der Vorwoche eine Pressekonferenz von VP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner. „Diese hat sich ja von einer Gesundheitskrise rasch auch zu einer Wirtschaftskrise gewandelt. Land und Bund haben aber rasch reagiert und mittlerweile schon Hilfspakete in Höhe von 52 Milliarden Euro geschnürt“, berichtet der VP-Politiker.

„All diese Maßnahmen dienten natürlich dazu, die Konjunktur anzukurbeln und auch die Arbeitsplätze zu sichern. Und dass das gerade im Bezirk Amstetten gelungen ist, zeigen die Arbeitsmarktdaten. „Wir hatten im Bezirk mit Juli 54.531 unselbstständig Beschäftigte, das waren nur um 57 weniger als im Februar, vor Ausbruch der Pandemie“, berichtet Ebner. Am stärksten zu spüren waren die Auswirkungen der Pandemie am Arbeitsmarkt im Mai. Da sank die Zahl der Beschäftigten im Bezirk vorübergehend auf 53.480.

Ebner weist auch darauf hin, dass Waidhofen an der Ybbs mit einer Arbeitslosenrate von 4,8 Prozent hinter dem Bezirk Horn die geringste Zahl an beschäftigungslosen Personen hat. Der Bezirk liege mit einer Rate von 6 Prozent auch deutlich unter dem Landesschnitt.

„Zu verdanken ist das alles der guten wirtschaftlichen Struktur in der Region, in der es neben der Industrie auch einen guten Mix an Klein- und Mittelbetrieben gibt. Von den 8.200 aktiven Betriebsstandorten entfallen die Hälfte auf die Bereiche Gewerbe und Handwerk“, sagt der VP-Landesgeschäftsführer.

Für die exportorientierte Industrie im Bezirk spielt natürlich die internationale Lage eine große Rolle. „Aufgrund der Situation in den USA, wo die Pandemie ja noch voll im Gange ist, und auch im Nahen Osten deuten die Zeichen bei Betrieben wie Umdasch derzeit noch nicht auf ein Ende der Kurzarbeit“, bedauert der VP-Politiker. Für Jugendliche ist es wegen Covid-19 schwieriger geworden eine Lehrstelle zu finden. Im Vorjahr wurden im Bezirk von 509 Betrieben ja rund 1.813 Lehrlinge ausgebildet. Heuer dürften es weniger werden. Ebner ist aber zuversichtlich, dass sich der Bezirk nach Abklingen der Pandemie – Bundeskanzler Kurz rechnet ja damit, dass sich die Lage bis Mitte 2021 normalisieren wird – wirtschaftlich rasch erholt. „Das war ja auch nach der Bankenkrise 2008/2009 so. Der Bezirk steht eben auf guten Beinen.“