Auch im Tierpark war's zu heiß für Tier und Mensch. Hitze setzt vielen Tieren zu. Besucherzahlen wegen hoher Temperaturen hinter jenen von 2016.

Von Stephanie Turner. Erstellt am 08. August 2017 (06:10)
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Bei der Hitze ist es oft gar nicht so leicht, einen kühlen Kopf zu bewahren. Die Flamingos im Haager Tierpark haben damit allerdings kein Problem. Außerdem sind sie warme Temperaturen aus ihrem Herkunftsland gewöhnt und genießen die heißen Sommertage.

Der vergangene Donnerstag war der bisher heißeste Tag des Jahres in Österreich. Dass die aktuellen Hitzewellen den Freibädern mehr als willkommen sind, ist bekannt, doch wie Tierparks dazu stehen, weniger.

 

Sabine Hummer
Tierpark-Stadtrat Johann Kogler zieht eine Zwischenbilanz für die Besucherzahlen.

Im Vorjahr profitierte der Tierpark Haag vom launischen Sommerwetter und wurde zum absoluten Besuchermagneten im Mostviertel. Das zeigten auch die Besucherzahlen deutlich, denn erstmals konnte die magische Grenze von 200.000 Besuchern geknackt werden (vorher lag der Rekord bei 198.000 Besuchern).

Auch das heurige Jahr schien äußerst vielversprechend zu verlaufen. Bis zum Ende des ersten Halbjahres lagen die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht vorne.

Doch Hitzewelle um Hitzewelle machte dem Ganzen nun einen Strich durch die Rechnung. „Voriges Jahr gab es weniger Badetage als heuer, das haben wir deutlich gespürt. Den Vorsprung, den wir heuer gegenüber dem Vorjahr hatten, haben wir nun wegen der Hitze wieder eingebüßt“, so Tierpark-Stadtrat Johann Kogler.

„Den Vorsprung, den wir heuer gegenüber dem Vorjahr hatten, haben wir nun wegen der Hitze wieder eingebüßt.“Johann Kogler über die Besucherzahlen im Tierpark

Die Hitze setzt aber nicht nur den Besuchern zu. Auch einige der rund 80 verschiedenen Tierarten, die im Tierpark zu Hause sind, haben mit dem heißen Wetter zu kämpfen.

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Wenn die Braunbären nicht gerade in ihrem Wasserbecken planschen, machen sie gerne auch mal ein Schläfchen in der Sonne.

„Einige der Rinder, wie zum Beispiel die Bisons, haben durch ihre dicke Wolle Probleme mit der Hitze. Auch die Sibirischen Tiger, die größten lebenden Katzen der Welt, sind derzeit nicht besonders gerne in der Sonne. Dafür gibt es Abkühlungsmöglichkeiten, wie etwa ein Bad im Teich. Die Tiere können in den Innenanlagen bleiben, wenn es draußen zu heiß ist. Für die Besucher und für die Tiere bietet zudem der ausgezeichnete Baumbestand am Gelände Schutz vor der Sonne“, weiß der zoologische Leiter des Tierparks, Tierarzt Karl Auinger.

Die meisten Tiere bewegen sich bevorzugt eher in den Morgen- und den Abendstunden. Ähnlich verhalten sich da auch die Besucher, die laut Stadtrat Kogler vor allem vormittags durch den Tierpark spazieren und nachmittags dann Abkühlung in Freibädern suchen.

Ob es aber auch Tiere gibt, die sich in der Hitze besonders wohlfühlen, wie viele Jahreskarten der Tierpark bereits verkauft hat und mit welchen Mitteln die Besucher künftig noch näher an die Tierarten heranrücken könnten, lest ihr in der aktuellen Ausgabe der NÖN sowie im ePaper.