Bürgermeister Michlmayr fordert Steuersenkungen

Arbeitslosenzahlen auf niedrigem Niveau. Haager Bürgermeister Lukas Michlmayr fordert als Obmann des ÖVP-Arbeitnehmerbundes Steuersenkungen für Klein- und Mittelverdiener.

Peter Führer
Peter Führer Erstellt am 23. September 2021 | 06:16
Lukas Michlmayr Bürgermeister Haag
Lukas Michlmayr blickt positiv auf die Arbeitsmarkt-Entwicklung.
Foto: Ingrid Vogl

Nachdem die Arbeitslosigkeit Corona-bedingt im Vorjahr stark anstieg, zeigt sich jetzt ein anderes Bild: Die Arbeitslosenzahlen sind im Bezirk in den letzten zwei Monaten auf sehr niedrigem, stabilem Niveau. Bei 3,8 Prozent Arbeitslosigkeit, kann man beinahe von Vollbeschäftigung reden. Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr, zugleich Obmann des Arbeitnehmerbundes der Volkspartei Amstetten, betont: „Im August gab es in unserem Bezirk 1.840 Arbeitslose, welche 1.438 offenen Stellen gegenüberstehen. Das heißt, jeder und jede, der oder die derzeit arbeiten will, würde ohne Probleme einen Job finden. Vielleicht im ersten Moment nicht den Traumberuf, aber heutzutage bleibt man eh nicht bis zur Pension bei einem Dienstgeber.“ Es sei das Zeitalter der Arbeitnehmer angebrochen. Firmen müssten flexiblere Angebote, wie Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten anbieten, um attraktiv zu bleiben.

121 Lehrstellen für 51 suchende Personen

Besonders die Entwicklung bei den Lehrlingen streicht Lukas Michlmayr heraus und freut sich mit den Jugendlichen. „In unserem Bezirk waren im August 51 Personen lehrstellensuchend gemeldet. Demgegenüber stehen 121 sofort verfügbare Lehrstellen.“

Dass nicht jeder Lehrling eine Lehrstelle hat, erklärt sich Michlmayr durch die verschiedenen Interessen. Aber es sei bloß eine Frage der Zeit, bis jeder Suchende seinen Platz gefunden habe.

Besorgt machen Michlmayr jedoch die derzeitig hohen Preissteigerungen. Der Verbraucherpreisindex steige stetig. „Ich trage daher die Forderung einer spürbaren Steuersenkung für Klein- und Mittelverdiener mit und bin mir sicher, dass wir als ÖVP-Gewerkschaften und ÖVP-Arbeitnehmervertreter bei den Lohnverhandlungen im Herbst alles tun werden, um einen möglichst hohen Abschluss für unsere Arbeitnehmer zu verhandeln. Der Verbraucherpreisindex muss als Untergrenze außer Frage stehen,“ so Michlmayr abschließend.