Großbrand in Wohnblock: 13 Wehren im Einsatz. Gegen 8:30 Uhr wurden am Dienstag 13 Feuerwehren mit rund 150 Mitgliedern zu einem Großbrand in Haag (Bezirk Amstetten) alarmiert.

Von Redaktion NÖN.at und Hermann Knapp. Update am 28. März 2017 (13:06)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Aus bisher ungeklärter Ursache dürfte in der Mansardenwohnung einer dreistöckigen Wohnhausanlage Feuer ausgebrochen sein. Die Flammen breiteten sich in Windeseile aus und griffen binnen kürzester Zeit auf mehrere Nachbarwohnungen sowie den Dachstuhl über.

Die Bewohner, welche sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Haus befanden, konnten sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr ins Freie retten. Eine Frau wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

27 Wohnungen evakuiert

Laut Philipp Gutlederer vom Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten mussten 27 Wohnungen evakuiert werden. Zwölf wurden zum Teil stark beschädigt. Die Ursache des Brandes war Gegenstand von Ermittlungen.

Flammen hatten aus dem Dach der Wohnhausanlage in Haag geschlagen, berichtete der Sprecher. Eine Rauchsäule sei kilometerweit sichtbar gewesen. 

Es sei davon auszugehen, dass die Löscharbeiten bis in die späten Abend- oder sogar Nachtstunden dauern werden, sagte Gutlederer zu Mittag. Um ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnblöcke zu verhindern, wurde das Dach geöffnet.

Die Feuerwehren hatten u.a. auch zwei Hubsteiger aufgeboten. Atemschutztrupps retteten laut Gutlederer mehrere Katzen. Das Rote Kreuz stand mit einem Großaufgebot an Helfern und einem Kriseninterventionsteam (KIT) am Ort des Geschehens im Einsatz.

Wohnhausanlage vermutlich Totalschaden

Bürgermeister Lukas Michlmayr sicherte den betroffenen Bewohnern der schwer beschädigten Wohnhausanlage - überwiegend junge Familien, Alleinstehende und junge Paare -rasche und unbürokratische Unterstützung zu ( mehr Infos dazu hier ): "Zwölf Wohnungen sind sind aufgrund des Rauchs und Löschwassers bis auf weiteres unbewohnbar. Wir versuchen, gemeinsam mit der WET ein Übergangsquartier für die Betroffenen zu finden. Notfalls könnten wir einige Personen für die nächsten ein bis zwei Tage auch beim Roten Kreuz unterbringen."