Baubeginn ist für Mai geplant. Raika errichtet Mehrzweckgebäude für Arzt, Therapeuten und Apotheke sowie drei Mietwohnungen.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 30. April 2020 (03:14)
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So wird der Neubau neben der Raiffeisenkasse aussehen, der auf drei Ebenen eine Apotheke, Praxen für Arzt und Physiotherapie sowie drei Mietwohnungen beheimaten wird.   
Büro Girkinger + Partner

Große Pläne hatte Ewald Wartecker für das ehemalige und nunmehr leer stehende Betriebsgebäude der Wartecker Immobilien GmbH im Ortszentrum von Haidershofen.

Um 1,2 Millionen Euro wollte er dort in Eigenregie ein Vitalzentrum errichten. Da das Projekt aus betriebswirtschaftlichen Gründen platzte, errichtet nun die Raiffeisenkasse neben ihrem Haidershofner Standort ein rund 900 Quadratmeter großes Mehrzweckgebäude, in dem die für das Vitalzentrum bereits fix gewesene Apotheke, Praxen für Physiotherapie und den neuen Arzt sowie drei Wohnungen beheimatet sein werden.

Einen konkreten Termin für den Baustart gibt es aber noch nicht. „Wir wollen möglichst rasch beginnen und gehen davon aus, dass es im Mai sein wird“, bekräftigt Raika-Direktor Ernst Mayer. Aufgrund der Coronakrise wurden die Fristen für alle Verfahren bis 30. April ausgesetzt. „Daher gibt es noch keine offizielle Baubewilligung und außerdem haben die Anrainer ja noch 14 Tage Einspruchsfrist“, erklärt Bürgermeister Manfred Schimpl.

Mit der Projektplanung wurde das renommierte Büro Girkinger + Partner aus Steyr beauftragt. Im Untergeschoß des Gebäudes, das von der Siedlungsseite aus zu betreten sein wird, sind die Praxen für Arzt und Therapeuten vorgesehen. Im Erdgeschoß, das seinen Eingang auf der Straßenseite haben wird, sind die Apotheke und eine Mietwohnung geplant. Im Obergeschoß wird es zwei weitere Wohnungen geben. „Wir rechnen mit einem Jahr Bauzeit“, betont Ernst Mayer.

Bis das Gebäude zu beziehen ist, steht Apothekerin Cornelia Pohn ihren Kunden in einem Container-Provisorium in der Zellhofer-Siedlung zur Verfügung. Die Allgemeinmediziner-Kassenstelle ist hingegen noch nicht vergeben, obwohl die Gemeinde mit großzügiger Unterstützung um Ärzte wirbt.

So darf der künftige Arzt die Detailplanung der neuen Räumlichkeiten übernehmen. Beschlossen ist auch bereits, dass die Gemeinde bis zu 100.000 Euro für die Errichtung der Praxis zur Verfügung stellt und zusätzlich in der Anfangsphase bei der Miete unterstützend eingreift.