Biberdämme müssen weg: „Es liegt keine Alternative vor“. Land NÖ bestätigt Gefahr durch Biberdämme und untermauert die Forderung der Gemeinde, die Dämme zu entfernen.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 11. Dezember 2018 (05:20)
Gemeinde
Mitarbeiter der Abteilung Naturschutz des Landes NÖ entdeckten bei der Begehung erste Einbrüche von Biberröhren und sehen daher keine Alternative zum Entfernen der Biberdämme.

„Wir haben Gefahr in Verzug, denn bei den nächsten starken Niederschlägen ist eine Gefährdung von Liegenschaften im Bereich des Ortsteiles Samendorf möglich“, hatte Bürgermeister Manfred Schimpl Anfang November ausdrücklich gewarnt. Grund für die Sorge des Haidershofner Ortschefs waren sechs Biberdämme im Erlabach zwischen Vestenthal und Samendorf, die im Spätsommer innerhalb kürzester Zeit entstanden waren.

Schimpl schaltete daher die Bezirkshauptmannschaft Amstetten ein, die jedoch in diesem Fall keine Zuständigkeiten hatte. Daher wurde die Landesregierung informiert und um Begutachtung und Besprechung der weiteren Vorgänge gebeten. Nun liegt das Gutachten der Abteilung Naturschutz vor.

Erste Einbrüche von Biberröhren

Mitarbeiter dieser Abteilung nahmen die entstandenen Dämme bei einer Begehung Ende November genau unter die Lupe und entdeckten auch erste Einbrüche von Biberröhren. Dies lässt bei Bürgermeister Schimpl die Alarmglocken läuten, denn der Radweg entlang der Erla verläuft im Bereich der Biberröhren.

„Ich bin der Letzte, der etwas gegen Biber hat, aber es hilft nichts. Es gibt erste Luken, die sich auftun. Das kann gefährlich werden und ist keine Gaudi mehr“, drängt er weiterhin darauf, die Dämme entfernen zu lassen. Und der Wunsch des Ortschefs wird vom Gutachten des Landes untermauert.


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