Eine eigene Orgel für die Musikschule. Musikschulverband kaufte eine Kirchenorgel und kann den Unterricht nun in den geheizten Räumen der Musikschule anbieten.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 12. Februar 2020 (06:08)
Musikschuldirektor Dietmar Winkler, Musikschullehrer Klaus Oberleitner und Orgelschülerin Alina (von links) freuen sich über die Orgel für den Musikschulverband.
privat

Die Orgel gilt als „Königin der Instrumente“. Die Möglichkeit, das Instrument auch richtig zu lernen, gibt es aber nicht überall. „Wir hatten das Glück, dass vor einigen Jahren der richtige Lehrer zu uns gestoßen ist“, freut sich Dietmar Winkler, Direktor des Musikschulverbandes Behamberg-Ernsthofen-Haidershofen, Orgelunterricht mit Klaus Oberleitner anbieten zu können.

Mittlerweile gibt es in der Musikschule auch schon drei Orgelschüler, die jedoch in den Wintermonaten mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen haben. „In den Pfarrkirchen ist es im Winter kalt. Da sind wir manchmal aufs Klavier ausgewichen, aber das ist ja nicht Sinn der Sache“, erklärt Winkler. Deshalb packte man die Gelegenheit beim Schopf, eine eigene Orgel, die sich in Haidershofen in Privatbesitz befand, zu erwerben. „Wir haben durch Zufall davon erfahren. Das Instrument ist zwar 20 Jahre alt, aber quasi neuwertig“, freut sich der Musikschuldirektor über die Orgel, die nun Unterricht in den geheizten Räumlichkeiten der Musikschule möglich macht.

Sie ist etwas größer als ein Piano, das Spielbrett sieht aus wie bei einer großen Kirchenorgel und auch die Fußmanuale sind mit dabei. Was das Instrument jedoch nicht hat, sind die typischen Orgelpfeifen. „Sie klingt aber wie eine normale Orgel und hat den Vorteil, dass man die Lautstärke regeln kann“, berichtet Winkler, der sich durch die Anschaffung des Instruments einen Zuwachs bei den Orgelschülern erhofft. „Organisten sind total gefragt, aber Nachwuchs ist noch ein Manko“, weiß der Musikschuldirektor.