Ortschef Schimpl: „Wir wollen das Hallenbad erhalten“. Das einzige Bad in einer Schule im Bezirk Amstetten wird auf Vordermann gebracht. Haidershofen und Behamberg übernehmen die Kosten.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 25. Februar 2021 (05:35)
Bürgermeister Manfred Schimpl und Vizebürgermeisterin Monika Fürst im Hallenbad, das zur Zeit saniert wird.
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Nachdem in Strengberg vor drei Jahren aus dem Hallenbad ein Kindergarten geworden ist, ist das Bad in der NÖ Mittelschule Haidershofen nun das letzte Schulbecken im Bezirk Amstetten. Aber auch dieses ist mittlerweile in die Jahre gekommen.

„Gerade weil wir so nahe an der Enns sind, ist es uns ein Anliegen, dass alle Kinder schwimmen können. Deshalb wollen wir das Bad, das 1973 eröffnet wurde, unbedingt erhalten“, erklärt Bürgermeister Manfred Schimpl.

Obwohl man bei der vier Millionen Euro teuren Generalsanierung der Schule vor elf Jahren auch im Hallenbadbereich aktiv geworden war, bestand nun wieder dringender Handlungsbedarf. „Das Hauptproblem war, dass die Überlaufrinne undicht war. Außerdem haben sich beim Boden rund um das Becken immer wieder Mosaikfliesen gelöst, was für die Kinder gefährlich geworden ist“, schildert Amtsleiter Christian Perndl.

Schwimmen ist einer der Sportschwerpunkte

Welche Summe die Sanierungsarbeiten genau verschlingen werden, lässt sich noch nicht hundertprozentig sagen. „Irgendwie ist ein Bad ein Fass ohne Boden“, betont der Ortschef. Mit einem niedrigen sechsstelligen Betrag müsse man jedenfalls rechnen. Nachdem das Hallenbad der Mittelschul-Gemeinde Haidershofen/Behamberg gehört, teilen sich die beiden Gemeinden die Kosten auf. Auf Haidershofen entfallen in etwa zwei Drittel, auf Behamberg ein Drittel.

Im Haidershofner Hallenbad hat man bereits vor einigen Jahren den öffentlichen Betrieb eingestellt. Das zwölf mal acht Meter große Becken wird seither als reines Lehr- und Kursbecken verwendet. „Die Schwimmschule Steyr veranstaltet über die Elternvereine Kurse für die Schulen und Schwimmkursanbieter bieten Kurse für Babyschwimmen oder Wassergymnastik für Senioren an“, berichtet Amtsleiter Perndl.

Eine wichtige Rolle spielt das Bad natürlich auch für die Schule selbst, wo man verstärkt auf Bewegung setzt. „Schwimmen ist einer unserer Sportschwerpunkte. Da wollen wir auch an Meisterschaften teilnehmen“, erklärt Vizebürgermeisterin Monika Fürst, die selbst Lehrerin an der Schule ist.

Ob das Becken, das immer von Oktober bis Ende März/Anfang April genutzt wurde, im aktuellen Schuljahr noch in Betrieb genommen wird, ist noch ungewiss. „Wir brauchen eine Woche, bis das Becken gefüllt ist und die richtige Temperatur hat“, gibt Christian Perndl zu bedenken. Außerdem sei die Nutzung Corona-bedingt momentan noch nicht erlaubt.