Zustimmung für Kindergarten und Nahversorger

Mandatare gaben neuem Kindergarten und neuem Nahversorger ihre Zustimmung.

Ingrid Vogl
Ingrid Vogl Erstellt am 08. Mai 2020 | 04:51
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Bürgermeister Manfred Schimpl und Vizebürgermeisterin Monika Fürst auf dem Gelände hinter dem Pfarrstadel, wo ein zweigruppiger Kindergarten errichtet wird. Baubeginn ist frühestens im Herbst.
Foto: Vogl

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen und auch besondere Räumlichkeiten, in denen Gemeinderatssitzungen derzeit unter Wahrung des erforderlichen Mindestabstands abgehalten werden können. So ging die Sitzung des Haidershofner Gemeinderats am vergangenen Donnerstag im Kommunalzentrum in Vestenthal über die Bühne.

Da die Gemeinde seit einigen Jahren ständig wächst, beschäftigte die Kindergartensituation den neu gewählten Gemeinderat gleich in seiner ersten Sitzung. Die Mandatare fassten den Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines neuen Kindergartens und vergaben die Planungsarbeiten für das rund 1,3 Millionen Euro teure Projekt. So wird hinter dem Pfarrstadel in Haidershofen ein zweigruppiger Kindergarten mit Erweiterungsmöglichkeit für eine zusätzliche Gruppe errichtet.

„Ein Neubau kommt billiger als der Erhalt des alten Marktes.“Bürgermeister Manfred Schimpl zum Plan, in Dorf an der Enns einen neuen Nahversorger zu errichten

Ein Teil des Areals ist zuvor noch in Bauland umzuwidmen. Wann genau man mit dem Bau, für den eine Bauzeit von einem Jahr geplant ist, beginnen wird, steht momentan noch nicht fest. „Frühestens im Herbst, eher aber erst im Frühjahr 2021“, erklärt Bürgermeister Manfred Schimpl, dass man die Auswirkungen der Coronakrise auf die Gemeindefinanzen dabei im Auge haben müsse.

„Wir haben den Bescheid der Landesregierung, dass ein neuer Kindergarten gebaut werden darf, aber wir haben auch die Erlaubnis, dass wir das Provisorium am Gemeindeamt noch weiterführen“, erläutert Schimpl den Grund, warum man derzeit keine Eile haben muss.

Zwei Alternativen für Übergangslösung

Für die Übergangslösung bis zum Neubau des Kindergartens hat man aber auch noch eine zweite Alternative. Zuletzt wurde eine Million Euro in die Sanierung und Erweiterung der Neuen Mittelschule gesteckt. Hier wurden drei Klassen dazu gebaut, von denen man eine laut Schimpl durchaus als Kindergarten-Provisorium nutzen könnte.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt betraf die Sicherung der Nahversorgung. „Wir haben einen Beschluss gefasst, dass wir alle drei Nahversorger in der Gemeinde erhalten wollen. Wir haben ja gerade in den letzten Wochen gesehen, wie wichtig das ist“, berichtet Schimpl. Dringender Handlungsbedarf besteht aber beim Spar-Markt in Dorf an der Enns, der mittlerweile zu klein, veraltet und zudem sanierungsbedürftig ist. Da man hier massiv investieren müsste und die Gemeinde in der Nähe des jetzigen Standortes über ein geeignetes Grundstück verfügt, hat man sich dazu entschlossen, einen Nahversorger komplett neu zu errichten. „Ein Neubau kommt billiger als der Erhalt des alten Marktes“, stellt der Bürgermeister klar.

Standort strategisch gut gelegen

Außerdem liege der neue Standort auch strategisch besser. „Da führt ein Geh- und Radweg vorbei und es gibt auch mehr Möglichkeiten für Parkplätze“, schildert Vizebürgermeisterin Monika Fürst. Für dieses Projekt wird man nun eine Arbeitsgruppe bilden, um in die Detailplanung gehen zu können und um Förderungen ansuchen zu können. „Wir wollen das Projekt ehestmöglich umsetzen“, versichert Bürgermeister Manfred Schimpl.

Vergeben wurden auch die Aufträge zur Errichtung der Aufschließungsstraßen sowie die Erweiterung von Kanal und Wasser im Bereich der Neuparzellierungen in Hainbuch, Samendorf und Vestenthal. Konkret geht es dabei um insgesamt 40 Parzellen.

Beschlossen wurde in der Sitzung am Donnerstag auch der Rechnungsabschluss, der einen Überschuss von 808.000 Euro ausweist.