Lisec hat 110 Mitarbeiter abgebaut. Unternehmen hofft nun auf bessere Auftragslage ab Mitte 2021 und auf einen Wirtschaftsaufschwung im Jahr 2022.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 16. Dezember 2020 (05:32)
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Die Firma Lisec hat die Coronakrise stark zu spüren bekommen und die Belegschaft um 110 Mitarbeiter verringert. Nun hofft man auf einen Wirtschaftsaufschwung.   
Aichinger

Die Firma Lisec blieb von den Auswirkungen der Coronapandemie natürlich nicht unberührt. Schon im Sommer wurde ja angekündigt, dass man auch beim Personal Maßnahmen setzen müsse. Tatsächlich wurden die Dienstverträge von 110 Mitarbeitern aufgelöst. „Wir haben den betroffenen Personen aber die Möglichkeit geboten, zur Weiterbildung oder auch für neue Ausbildungen bis zu vier Jahre in die Offene Arbeitsstiftung Steyr einzutreten“, sagt COO Gottfried Brunbauer.

Markterholung erst Mitte bis Ende 2021

Bei Lisec geht man davon aus, dass die Auswirkungen der Coronakrise auch 2021 noch zu spüren sein werden und sich die Weltwirtschaft nicht auf Vorkrisenniveau erholen wird – und somit zwangsläufig auch der Auftragseingang nicht. „Da wir auf die Krise jedoch mit einem sehr rasch und konsequent umgesetzten Kosten- und Strukturanpassungsprogramm reagiert haben, rechnen wir 2021 bei einem noch reduzierten Umsatzniveau mit einem deutlich positiven Ergebnis“, sagt Brunbauer. Mit der Corona-Impfung erwarte man sich dann eine Stabilisierung der Lage und positive Impulse für die Wirtschaft. „Wir gehen davon aus, dass Mitte/Ende 2021 ein Nachholeffekt erfolgt und 2022 die Auftragslage wieder stabil das Niveau vor der Krise erreichen kann“, erklärt der COO.

Die Märkte in Zentral- und Südeuropa, USA, Australien sowie Neuseeland sind auch während der Pandemie weitgehend stabil geblieben. Größere Einbrüche hatte Lisec aber in Osteuropa, Russland und grundsätzlich in den „Emerging Markets“ wie Südostasien, Afrika, Indien oder dem Mittleren Osten.

In Seitenstetten plant Lisec ja die Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes. Die Verfahren sind weitgehend abgeschlossen, der Start des Projekts hängt aber von der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Das Unternehmen will im kommenden Jahr die Verwaltung und die Produktion am Standort Seitenstetten konzentrieren.