Tankzug verlor auf der A1 bei Haag Methanol. Die leicht entflammbare Flüssigkeit trat wegen schlecht verschlossenem Tankdeckel aus.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 24. Juni 2020 (05:04)
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr arbeiteten bei der Autobahn-Raststätte Haag mit Atemschutz und Schutzausrüstung, um das ausgeflossene Methanol zu binden.   Foto: FF Amstetten
FF Amstetten

Nach dem nervenaufreibenden Einsatz am vergangenen Mittwoch (siehe unseren Bericht hier) war die Feuerwehr Stadt Haag tags darauf bereits erneut ziemlich gefordert.

Um 12.42 Uhr wurden die Einsatzkräfte gemeinsam mit der Amstettner Feuerwehr zu einem Schadstoffaustritt aus einem Lkw-Tankzug beim Autobahn-Rasthaus Haag alarmiert.

„Methanol ist sehr explosionsgefährlich“ 

„Der Lenker hat bemerkt, dass Flüssigkeit austritt, hat sofort reagiert und ist zur Raststätte gefahren“, erklärt der Haager Feuerwehr-Kommandant Andreas Zöchlinger. Der Tankzug hatte nämlich eine heikle Fracht geladen. „Methanol ist sehr explosionsgefährlich und kann brennbar sein“, weist Zöchlinger auf die Gefährlichkeit des Stoffes hin, der auslief, weil der Tankdeckel nicht ordentlich verschlossen war.

Das Areal rund um den Rastplatz wurde großräumig abgesperrt. Neben den 40 Mitgliedern der Feuerwehren Amstetten und Haag waren auch der Schadstoffzug der Feuerwehren des Bezirkes Amstetten sowie der Schadstoffberatungsdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes an Ort und Stelle.

Ausgerüstet mit Atemschutz und Schutzanzügen konnten die Feuerwehrmänner die Leckage am Tankwagen rasch abdichten. Mit einem zehn Liter fassenden Kübel wurde die auslaufende Flüssigkeit aufgefangen. Dieser lief jedoch über.

Das ausgeflossene Methanol wurde daher mittels Ölbindemittel aufgefangen und von einer Spezialfirma fachgerecht entsorgt. Die im Kübel gelandete Flüssigkeit wurde in den Tankwagen rückgeführt. Durch das rasche Handeln des Lkw-Fahrers wurde eine Beeinträchtigung der Umwelt zum Glück verhindert. Eine Spur auf der Autobahn konnte nicht mehr nachverfolgt werden.