Ortschefs mit „Ablaufdatum“. Diese Woche soll in St. Peter und auch in Wolfsbach die Entscheidung fallen, wer für die ÖVP am 25. Jänner als Spitzenkandidat antritt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. September 2014 (10:55)
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Bürgermeister Franz Sturm, Wolfsbach.
Gleich vier Ortschefs aus der Kleinregion Herz Mostviertel verabschieden sich mit der Wahl im Jänner aus der Gemeindepolitik.

Baugründe für junge Familien als großes Anliegen Sturms

Wolfsbachs Ortschef Franz Sturm ist seit 40 Jahren politisch engagiert, seit zehn Jahren ist er Ortschef. „Ich bin gerne Bürgermeister, aber es ist eine sehr arbeitsintensive Aufgabe und ich möchte mich jetzt einfach auch stärker anderen Dingen widmen“, sagt Sturm.

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In seiner Amtszeit wurden für die Gemeinde wichtige Projekte verwirklicht, wie das Gemeindeamt samt betreutem Wohnen und Nahversorger. Ein großes Anliegen ist Sturm auch die Bereitstellung von Baugründen für junge Familien. Derzeit werden gerade 20 neue Parzellen „am Südhang“ erschlossen.

Wer Sturm nachfolgen wird, ist noch ein gut gehütetes Geheimnis der ÖVP. Die Entscheidung dürfte aber noch diese Woche fallen. Gemunkelt wird von einem Quereinsteiger.

Seitenstetten: Deinhofer tritt nicht mehr zur Wahl an

Wohl als einer der kürzest dienenden Bürgermeister im Bezirk wird Franz Bitter aus St. Peter inder Au in die Analen eingehen. Er löste im Juli 2013 seinen Vorgänger Gerhard Wieser ab, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Ursprünglich sollte Bittner bei der kommenden Gemeinderatswahl für die ÖVP in den Ring steigen.

Nach Unstimmigkeiten erklärte er aber im April dieses Jahres, dass er nicht mehr antreten werde. Seitdem sucht die Partei nach einem Nachfolger. Und nun dürfte man auch endlich fündig geworden sein. „Am Dienstag tagt der Parteivorstand. Da wird beschlossen, wer als Bürgermeisterkandidat antritt – danach wird er auch gleich den Parteimitgliedern präsentiert“, sagt Parteiobmann Hermann Stockinger.

In Seitenstetten tritt Franz Deinhofer nicht mehr zur Wahl an. Er hat seit 2005 die Geschicke der Gemeinde geleitet. Mit dem Wahltermin im Jänner hat er keine rechte Freude. „Denn bis dahin können wir ja nicht einmal mehr einen Rechnungsabschluss machen – und ich hätte das Jahr 2014 schon noch gerne finanziell abgeschlossen und dann eine geordnete Übergabe gemacht“.

Grundverhandlungen zum Abschluss bringen

Deinhofer hat auch immer erkärt, dass es sein Ziel ist, die Grundverhandlungen für die Umfahrungsstraße, die ja auch Voraussetzung für den Bau des großen Hochwasserrückhaltebeckens im Trefflingtal ist, zu Ende zu bringen. Auch das dürfte knapp werden.

Deinhofers Nachfolge wird bekanntlich in einem Vorzugsstimmenwahlkampf zwischen Johann Spreitzer und Leopold Wieser entschieden.

Klar ist schon, wer in Ertl Bürgermeister Alois Panstingl-Pan stingl nachfolgen wird, der seit 15 Jahren an der Spitze der Gemeinde steht. Kulturreferent Josef Forster wird die ÖVP als Spitzenkandidat in den Wahlkampf führen.

Noch immer nicht endgültig bestätigt hat Biberbachs Bürgermeister Karl Latschenberger, dass er weitermachen wird. Die Entscheidung soll im Oktober fallen.