In der Welt der Mythen in St. Valentin. Hotel Kerschbaumer besticht durch Einzigartigkeit. Fünfter Bauabschnitt in Arbeit.

Von Karl Fuchs. Erstellt am 22. Juli 2020 (04:32)
Eine Reise durch die Welt der Mythen, wo antike Elemente auf Motive der Renaissance und des Barock treffen, bietet die Balkonwelt, die nur eine der Sehenswürdigkeiten des Garten-Hotels Kerschbaumer in St. Valentin ist.
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Hotelier Friedrich Kerschbaumer (67) ist ein Visionär. Während seine Mitbewerber in St. Valentin ihre Gasthöfe baulich modernisierten und ihren Schwerpunkt in den weiteren, großzügigen Ausbau der Fremdenzimmer legten und dadurch die Nächtigungszahlen in St. Valentin in die Höhe schraubten, verfolgte er den musealen Weg.

Fünf Jahre investierte er in den Innen- und Außenbereich seines Hauses, das ganzjährig und täglich mit Leben erfüllt ist. Kerschbaumer und seine elf Mitarbeiter in Küche und Service schufen einen Geschäftserfolg, der auch die schwierige Coronazeit mit einem sehr guten Gästebesuch überstand.

Das Haus von Hotelier Friedrich Kerschbaumer, der scherzhaft als „der Hundertwasser von St. Valentin“ angesprochen wird, lockt mittlerweile Schaulustige aus dem In- und Ausland in die Westbahnstraße.
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Vor fünf Jahren verpflichtete Friedrich Kerschbaumer den Künstler, Architekten und Maler Gerhard F. Perwein aus Salzburg. Dieser ist mittlerweile am internationalen Kunst- und Designermarkt in den unterschiedlichsten Bereichen (Interieur, Innenraumgestaltung, Wandmalerei, Kunstwerke, Skulptur- und Produktdesign) eine bekannte Größe. Er sorgte dafür, dass der St. Valentiner Hotelier und Gastronom in der internationalen Gastro-Szene mit einem 104 Quadratmeter großen Originalgemälde – dem größten der Welt – an der Außenfassade des Hauses Geschichte schrieb. Nach der Fertigstellung dieses Bildes folgten noch weitere vier Baustufen: die Fassadengestaltung rund um das Haus mit Ausschnitten aus der römischen und griechischen Mythologie der Architektur. Seit dieser Zeit wird Kerschbaumer scherzhaft als „der Hundertwasser von St. Valentin“ angesprochen.

Mit der mystischen Naturgartengestaltung schuf Kerschbaumer ein weiteres wichtiges Element der ganz besonderen Erlebniswelt. Er bezeichnet einen Teil des Gartens im ersten Stock als „Palazzo der Träume und Liebe“. In einem weiteren Gestaltungsbereich folgte „Eine Welt der Mythen als Balkonwelt der Sinnlichkeit“.

Künstler Gerhard F. Perwein ist gerade mit dem fünften Bauabschnitt beschäftigt und gestaltet das Foyer und den Haupteingang in den Kaisergarten.
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Die Balkonwelt ist also theatralisch inszeniert, wo sich poetische Elemente mit mythischen Zwischenspielen mischen, wo antike Elemente mit Motiven der Renaissance und des Barock ein Fest feiern. Ein Fest der verschiedensten Stile, wo Elemente sich neu zusammensetzen. Eine konstruierte Welt voller Anspielungen, eine illustrierte Welt voller Symbole, bunt wie ein fünfgängiges Menü. Man steigt aus der Welt hinauf ins Blaue des Himmels und genießt die Farben und den Reichtum an Formen und taucht in eine rätselvolle Welt, in eine Welt der Mythen.

Achtzig Prozent der Bauvorhaben sind bereits abgeschlossen. Der fünfte, bereits begonnene Bauabschnitt umfasst den Eingangsbereich Neubaustraße in den Kaisergarten, eine Hommage an Kaiser Franz Joseph I., der am 1. Juli 1913 mit dem Sonderhofzug von St. Valentin nach Bad Ischl reiste. Diese Neugestaltung wird die Aufstellung von mythologischen Statuen, Balustraden, Malereien, Kunstwerken, Säulen und Skulpturen umfassen.