Behamberg: 800 Kilogramm Brot landeten im ASZ

Unbekannte entsorgten nach Weihnachten Unmengen an altem Brot beim Strauchschnitt im Behamberger ASZ.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 06:19
Lesezeit: 1 Min
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Insgesamt 800 Kilogramm Brot wurden nach den Weihnachtsfeiertagen im Behamberger Altstoffsammelzentrum von Unbekannten beim Strauchschnitt entsorgt.
Foto: Gemeinde

Dass in der Weihnachtszeit mehr Müll anfällt, ist kein Geheimnis. Dass in diesen Tagen vermehrt nicht konsumierte Nahrungsmittel im Müll landen, ist auch nichts Neues. Das Ausmaß an Nahrungsmittelverschwendung, das die Gemeinde Behamberg nach den Weihnachtsfeiertagen beschäftigte, ist aber nicht alltäglich.

„Es ist haarsträubend und ein schlimmes Zeichen der Überflussgesellschaft, wie man mit Lebensmitteln umgeht“, ist Bürgermeister Karl Josef Stegh schockiert. Das durch den Regen nasse Gebäck, das Unbekannte im Behamberger Altstoffsammelzentrum beim Strauchschnitt entsorgt hatten, wog in Summe 800 Kilogramm. Aufgrund der Menge vermutet man Supermärkte oder Bäckereien hinter dieser Aktion. Dass es heimische Betriebe gewesen seien, schließt der Ortschef aus. Einen Verdacht hat er aber trotzdem. „Es handelt sich fast ausschließlich um Weißbrot und spezielle Brotformen, die es nur im Bereich Steyr gibt“, vermutet Stegh die Übeltäter im oberösterreichischen Raum. Dass man das viele Brot einfach im ASZ ablagert, kann der Bürgermeister nicht nachvollziehen. „Das ist mir schleierhaft. So viel ich weiß, haben die Bäckereien ja Stellen, wo man altes Brot wiederverwerten kann. Man kann Knödelbrot daraus machen oder es verfüttern. Im Tierpark Haag hätte man sich darüber sicher gefreut“, betont Stegh. Seitens der Gemeinde wurde das Brot nun in eine Biokompostieranlage nach Haag gebracht, bei der auch Lebensmittel genommen werden.

Die illegale Ablagerung wurde auch über den GDA zur Anzeige gebracht und der Täter soll ausgeforscht werden. Ihm drohen eine Strafe und eine Wiedergutmachung des Schadens.