Neues Betätigungsfeld für Haags Mostviertelhallen-Chef. Wann es in der Mostviertelhalle wieder Veranstaltungen geben darf, ist weiterhin ungewiss. Hallenmanager Bert Wieser hilft nun bei der Corona-Teststation mit.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 25. Februar 2021 (04:25)
Neuer Arbeitsplatz für Hallenmanager Bert Wieser. Dreimal pro Woche hilft er bei der Corona-Teststraße in der Mostviertelhalle mit.
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Bälle, Kabarettabende, Konzerte oder Hochzeiten für größere Gesellschaften. Dafür ist die Haager Mostviertelhalle die perfekte Location. Als Bert Wieser im August 2019 die Aufgabe des Hallenmanagers übernahm, lief der Betrieb auf Hochtouren.

Die Samstage waren fast das ganze Jahr über ausgebucht und auch sein neues Konzept, dass man die Halle mit oder ohne angeschlossener Gastronomie für Veranstaltungen mieten kann, wurde in der Folge schnell angenommen. Doch dann kam im März des Vorjahres Corona und stellte alles auf den Kopf.

„Nach dem ersten Lockdown haben dann nur noch zwei Veranstaltungen stattgefunden – und zwar im Herbst in den ersten zwei Septemberwochen“, erinnert sich Wieser an zwei Hochzeiten zurück. Danach machte er die Halle dicht. „Bei einer Beschränkung auf 50 Gäste, die dann gekommen ist, machen Veranstaltungen in einer Halle dieser Größe keinen Sinn“, begründet Wieser diesen Schritt.

Hallenmanager nun selbst bei Testungen "aktiv"

Die Tore der Mostviertelhalle öffneten sich nur noch für den Gemeinderat, der die Halle als Ausweichquartier für seine Sitzungen benötigte, und sie war Schauplatz der Neuwahlen von Feuerwehr und Rotem Kreuz. In der Mostviertelhalle wurden auch die beiden Corona-Massentestungen durchgeführt, die fixe Teststation ist derzeit im Foyer der Halle situiert.

Wer sich in Haag testen lässt, der wird nun vom Hallenmanager persönlich begrüßt, denn er übernimmt an den drei Testtagen die Anmeldung und Ausgabe der Testkits. „Ich bin ja sowieso da, weil ich aufsperren und nach Ende der Testungen die Reinigung durchführen muss“, erklärt Wieser den Grund für seine Mithilfe.

Dass er sich bald wieder um sein eigentliches Betätigungsfeld kümmern kann, glaubt Wieser hingegen nicht. „Indoorveranstaltungen mit 500 Leuten wird es so schnell sicher nicht geben, aber wenn die Regierung sagt, ab morgen darf ich, dann wäre ich morgen voll“, ist er überzeugt.

Gerade viele Hochzeitspaare haben ihren schönsten Tag im Leben ja vom Vorjahr auf heuer verschoben. „50 Prozent haben im Vorjahr eine andere Alternative gefunden wie etwa den eigenen Garten und sind schon verheiratet. Bei den anderen 50 Prozent schieben wir einen Termin nach dem anderen. Bei manchen Paaren sind wir da jetzt schon im Frühjahr 2022, weil der Herbst heuer schon total ausgebucht ist“, weiß Bert Wieser.

Zuversichtlicher als für den Betrieb in der Mostviertelhalle, den er nicht vor Herbst erwartet, ist Wieser für das Buffet im Freibad, das er im Vorjahr ebenfalls übernommen hat. „Ich glaube, dass es da besser und leichter wird als noch im Vorjahr“, hofft Wieser auf einen halbwegs normalen Sommer.