Wirtin kämpft gegen schlechte Bewertung in Reiseführer. Strengberg liegt auf dem Jakobspilgerweg und kommt in einem Pilgerreiseführer schlecht weg. Wirtin ergriff nun die Initiative.

Von Reinhard Gölzner. Erstellt am 20. Juni 2019 (06:21)
NÖN
Maria Pambalk-Blumauer zeigt jene Stelle, in der Strengberg so schlecht beschrieben wird: Die Beschilderung sei mangelhaft, 200 zusätzliche Höhenmeter und der Weg entlang der viel befahrenen B1 werden darin bemängelt.

Wirtin Maria Pambalk-Blumauer ist selbst begeisterte Jakobsweggeherin. Als sie schließlich im Rother Wanderführer „Jakobswege Österreich“ eine sehr negative Beschreibung des Jakobspilgerweges über Strengberg las, ergriff sie nun die Initiative. Sie wandte sich an die Autoren mit der Bitte um Richtigstellung: „Strengberg ist als mögliche Variante im Buch sehr negativ beschrieben, obwohl der Weg bis zur Kirche herauf wunderschön ist. Und unsere Maria Himmelfahrtskirche ist eine der schönsten Barockkirchen weit und breit“, stellte sie im Schreiben klar.

Sie weiß auch aus Erfahrung, dass es speziell in Ober- und Niederösterreich kaum günstige Quartiere zum Übernachten für Jakobsweggeher gäbe. „Daher haben wir in unserem Gasthaus „Zum schwarzen Rössl“ speziell darauf geschaut, drei neue und einfache Zimmer zu renovieren und zu gestalten, damit diese Situation verbessert wird. Auch für Gruppen besteht eine Übernachtungsmöglichkeit und wir bieten sogar das Service eines Shuttledienstes für die Pilger vom Donau-Altarmweg zu uns und wieder retour an.“

Hoffen auf Änderung in Neuauflage

Auch Bürgermeister Roland Dietl unterstützt die Forderung einer Richtigstellung: „Dass der Weg, wie im Reiseführer beschrieben, nur mangelhaft beschildert ist, stimmt so nicht mehr. Bereits vor einigen Jahren hat die Landjugend Strengberg das in Angriff genommen und eine tolle, genaue Beschilderung erstellt. Somit ist es praktisch gar nicht möglich, dass man sich vergeht. Wir in Strengberg bieten viel Unterstützung und freuen uns über jeden Pilger und Touristen, der nach Strengberg kommt.“

Auch wird im Rother-Pilgerführer der Weg über Strengberg als „anstrengendere“ Variante dargestellt. Es ist aber der Originalweg, da der Jakobsweg eigentlich immer durch die Ortschaften und zu deren Kirchen führt. Und aufgrund der erhöhten Lage punktet Strengberg zudem mit einer wunderbaren Aussicht: „An schönen Tagen sieht man sogar vom Ötscher bis zum Traunstein“, schildert Bürgermeister Dietl.

Maria Pambalk-Blumauer und Bürgermeister Roland Dietl hoffen nun, dass bei einer Neuauflage die Beschreibung der Pilgerroute über Strengberg positiver ausfällt. Ihnen ist es auch wichtig, dass die Route wieder bekannter wird und es für Pilger optimale Übernachtungsmöglichkeiten in Strengberg gibt.