Gemeindezentrum als Erfolgsprojekt gefeiert. Bürgerservice, betreubares Wohnen und Nahversorger: Gemeindezentrum hat sich bewährt.

Von Josef Penzendorfer. Erstellt am 20. November 2018 (04:17)
Penzendorfer
Pfarrer Pater Jacobus Tisch und Bürgermeister Josef Unterberger erläutern Landtagsabgeordneter Michaela Hinterholzer und Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner die vielen Nutzungsmöglichkeiten des Marktplatzes. Unter Bürgermeister Franz Sturm wurde das Projekt verwirklicht.

Die Gemeinde feierte am Freitag das Jubiläum „Zehn Jahre Gemeindezentrum.“ Jeder Euro, der in dieses Projekt geflossen ist, hat sich bewährt.

Penzendorfer
Auch beim Nahversorger Pfaffeneder wurde das 10-Jahres-Jubiläum gefeiert (von rechts): Pfarrer Jacobus Tisch, Bürgermeister Josef Unterberger, Altbürgermeister Franz Sturm, der ehemalige Vizebürgermeister Rudolf Kary und weitere Besucher.

Zur Vorgeschichte: Im Jahr 2005 wurde der ehemalige Tempelmayer-Vierkanter, der einst auch ein Gasthaus beherbergte, von der Gemeinde unter Bürgermeister Franz Sturm von Gerlinde Fellner erworben und 2006 abgerissen. Seit 2008 befindet sich auf diesem Areal nun das Gemeindezentrum mit großem Vorplatz, der überaus vielfältig genutzt wird und viel verkehrssicheren Raum bietet.

Die Gesamtbaukosten für das Gebäude und den Vorplatz betrugen 1,8 Millionen Euro, wovon die Gemeinde an Eigenmitteln 650.000 Euro einzubringen hatte. Die heutige Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner war damals als Landesrätin bei der Eröffnung am 8. November 2008 mit dabei.

Auch Altbürgermeister Franz Sturm war natürlich bei der Feier am Freitag mit dabei. „Der barrierefreie Zugang zum Gemeindeamt war mir sehr wichtig, der ebenerdige Gemeindesaal wiederum wird heute als Sitzungsraum, Trauungssaal sowie für Veranstaltungen von Pfarre, Vereinen und Schule benutzt“, freut er sich, dass das Konzept sich bewährt hat. Optimal ist natürlich auch der Marktplatz vor dem Gemeindezentrum, der als Treffpunkt für kirchliche Feste oder Agapen genauso Verwendung findet wie bei Marktfesten, Konzerten, bei Flohmärkten oder dem Kirtag.

Betreubares Wohnen im Gemeindezentrum

Dass damals auch betreubare Wohnungen im Gemeindezentrum geschaffen werden konnten, rundete das „Jahrhundertprojekt“ für die Kommune noch ab. Die zehn Wohnungen sind derzeit alle vermietet und die Bewohner fühlen sich darin überaus wohl, weil sie mitten im Ort leben und dadurch auch ihre Kontakte pflegen können. Ehrenamtliche bemühen sich, ihre Lebensqualität mit einem bunten Angebot noch zu verbessern. Jeden Donnerstag findet ein Spielenachmittag statt.

Penzendorfer
Familie Pfaffeneder sichert die Nahversorgung in Wolfsbach – ein Familienbetrieb im besten Sinne (von links): Gertrude, Emma, Julia, Leo und Marlene Pfaffeneder.

„Mit dem Projekt Gemeindezentrum haben die politischen Verantwortungsträger punktgenau den Bedürfnissen der Wolfsbacher Bevölkerung entsprochen“, lobte auch VP-Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer in Vertretung von Landeshauptfrau Mikl-Leitner bei der Feier am Freitag.

Auch für Bürgermeister Josef Unterberger ist das Gemeindezentrum eine wichtige Institution im Ort. „Wir haben mit diesem Projekt auch die Nahversorgung der Bürger gesichert und das war besonders wichtig“, erklärt der Ortschef. Durch die Nahversorgungsprämie des Landes war es möglich dem Nah&Frisch-Markt Pfaffeneder eine günstige Miete anzubieten. Damit scheint die Nahversorgung generationsübergreifend gesichert zu sein: Denn neben Geschäftsführerin Gertrude Pfaffeneder wirken im Wolfsbacher Nahversorgungsladen auch schon ihre Töchter Marlene und Julia fleißig mit.

Alles was Wolfsbacher täglich so brauchen

Gertrudes Enkelkinder Emma und Leo sind mitunter auch mit dabei, dann allerdings eher mit Aus- als Einräumen von regionalen Produkten oder Waren der Bio-Linie beschäftigt. Auf 350 Quadratmetern Fläche wird alles angeboten, was die Wolfsbacher im alltäglichen Leben brauchen.

Fünf Jahre hatte Gertrude zuvor schon im Hiesberger-Haus ein Geschäft betrieben, aus Platznot ist sie ins Gemeindezentrum übersiedelt, wo im unmittelbaren Umfeld auch genügend Parkplätze – selbst für durch den Ort fahrende Lkw-Lenker – zur Verfügung stehen. Das zeigt: Nicht nur die Wolfsbacher sind also mit ihrer Nahversorgerin sehr zufrieden.