60 Jahre SC Ernsthofen. Die langjährige Vereinsgeschichte des Sportclubs stand am Wochenende im Mittelpunkt, wobei auch die Ernsthofner Karnevalsgilde nicht ganz unbeteiligt war.

Von Karl Fuchs. Erstellt am 29. Juni 2017 (05:52)
Karl Fuchs
An diesen Männern liegt die Zukunft des SC Ernsthofen: Bürgermeister Karl Huber, Wolfgang Weixelbaum (2.u.3.v.l.), Harald Doppelmeier (5.v.l.), Erich Nöbauer (6.v.l.), Ronald Wiesinger (7.v.l.), Manfred Gassner (9.v.l.), Manfred Langwieser (10.v.l.), Gemeinderat Josef Dolzer (6.v.r.) und Eva Mühlberghuber.

Die 60-Jahr-Feier des SC Ernsthofen, die am 24. und 25. Juni in der Stockschützenhalle über die Veranstalterbühne ging, könnte in der Vereinschronik mit einem weinenden und einem lachenden Auge zitiert werden.

NOEN
Musiker Alfred Eglseer debattierte mit seinem Dirigenten Jörg Fuhrmann über die Auswahl der Musikstücke für den Frühschoppen.

Weinend deshalb, weil der Abstieg der Fußballer in dieser Saison an den Nerven nagt. Das ist eben Fußball. Mit „Kopf hoch, dem nötigen Elan und Selbstvertrauen“ will Obmann Wolfgang Weixelbaum die Mannschaft wieder aufrichten, der Jugend und den Eigenspielern eine neue Chance geben.

Das lachende Auge liegt im gesellschaftlichen Bereich. Fußball und Musikverein Ernsthofen bilden eine sehr gute Symbiose im Veranstaltungsbereich – Sprichwort: Karneval und Faschingsumzug.

Dass das diesjährige Jubiläum zum 60-jährigen Vereinsbestand für den Veranstalter, sagen wir es einmal salopp, datumsmäßig ungünstig gelegen war, steht auf einem anderen Blatt Papier. Die Affenhitze war schuld an der geringeren Anzahl von Besuchern. Dennoch konnte man zufrieden sein, weil die Stammbesucher aus Ernsthofen gekommen sind.

NOEN, Karl Fuchs
„Mr. Karneval“ Kurt Hiebl machte auch in Frauenkleidern gute Figur.

Eines steht außer Frage, das besucherfreundliche Ernsthofen ist andere Besucherzahlen gewohnt. Trotzdem gab es viele Höhepunkte: Die erste Hälfte des Abends bei „Best of Karneval“ war der Auftritt des Faschingsbürgermeisters Kurt Hiebl mit seinem Outfit als Frau (siehe Bild links). Da wird sich künftighin Conchita Wurst etwas einfallen lassen müssen.

Im zweiten Teil des Programms kam mehr Schwung in die Halle mit Johann Saffertmüller, Reporter Portisch, Norbert Dorfmayr, Kaiser Franz Josef und Alfred Eglseer als vielseitigem Sänger.

Sonntag war die Feldmesse mit Prälat Gilbert Vogt wieder ein Ohrenschmaus. Er ist ein philosophischer Weltmeister der deutschen Sprache in Wort und Stil, was begeistern kann. Der anschließende Frühschoppen mit der Blasmusikkapelle Ernsthofen, Leitung Jörg Fuhrmann, war ein Hörgenuss.

Der Festausklang nach dem Mittagessen mit „Die Weindlauer“ war getragen von sehr guter Stimmung. Die Anwesenheit von zwei Exkickern, Weixelbaum und Hemmelmayr, aus der Gründerzeit (siehe auch das Foto unten) war auch spannend, als sie erzählten, dass ihr erster Auftritt in der Kampfmannschaft gleich mit einer 0:25-Niederlage gegen Weyer unglücklich ausgefallen war.

NOEN
Einen Rückblick von 60 Jahren machten die Exkicker aus der Gründerzeit, Weixelbaum und Hemmelmayr (v.r.).