Land gibt grünes Licht für Freizeitpark in Herzograd. Die ehemalige Mülldeponie in Herzograd kann endgültig geschlossen werden. Eine Nachnützung der Deponiefläche als Freizeitpark ist nun möglich.

Von Red. Haag. Erstellt am 24. Februar 2021 (09:29)
Das Land NÖ gab grünes Licht für die Nachnutzung der ehemaligen Mülldeponie in Herzograd als Freizeitpark.
Stadtgemeinde St. Valentin

In den Jahren 1964 bis 1980 wurde der Hausmüll der Stadt St. Valentin in der ehemaligen Schottergrube im Ortsteil Herzograd deponiert. Da es – wie bei derartigen Deponien üblich – in der Folge zu Grundwasserbelastungen kam, wurde die Deponie im Jahr 1990 in den Verdachtsflächenkataster durch das Umweltbundesamt aufgenommen, da der Verdacht einer erheblichen Umweltgefährdung aufgrund früherer Nutzungsformen ausreichend begründet war. Und das unabhängig davon, ob von der Liegenschaft tatsächlich eine erhebliche Gefahr ausgegangen wäre.

 In der Folge wurden im Auftrag des Bundes laufend Messungen vorgenommen. Im Jahr 2008 wurde die Deponiefläche auf Grund einer vorläufigen Gefährdungsabschätzung des Umweltbundesamtes als Beobachtungsfläche eingestuft. Auf Grund von ergänzenden Untersuchungen sowie des Rückganges der Deponiegasbildung wurde die Deponie im Jahr 2014 aus dem Verdachtsflächenkataster gestrichen, da keine erhebliche Umweltgefährdung mehr festgestellt wurde.

Regelmäßige Messungen 

Um die Auswirkungen der Deponie zu reduzieren und einen ordnungsgemäßen Zustand herzustellen, wurde durch die Stadtgemeinde St. Valentin in Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Verantwortung als Deponiebesitzer im Jahr 2015 ein Sanierungsprojekt gemäß Abfallwirtschaftsgesetz eingereicht. Dieses wurde in Form eines Vorversuches bewilligt. In einem ersten Schritt waren Maßnahmen zur Deponiegaserfassung umzusetzen und ein entsprechendes Messprogramm durchzuführen. 

Auf Grund der durchgeführten Baumaßnahmen und der Ergebnisse des Messprogrammes, das zeigte, dass keine Gefährdung der Bevölkerung durch Deponiegas vorliegt, wurde das Gesamtprojekt nunmehr bescheidmäßig durch das Amt der NÖ Landesregierung endgültig genehmigt. "Dies bedeutet, dass die Deponie durch die Herstellung der projektgemäßen Oberflächenabdeckung nunmehr endgültig verschlossen werden kann und somit die bewilligungsgemäße Nachnutzung der Deponiefläche als Freizeitpark für die St. Valentiner Bevölkerung möglich ist", sagt Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr.

Deponiesanierung kostet eine Million Euro

Die Gesamtkosten für die Deponiesanierung werden rund eine Million Euro betragen. "Alternative Sanierungsarten durch Folienabdichtung oder gar eine Räumung der Deponie würden ein Vielfaches der veranschlagten Kosten erfordern. Die Stadtgemeinde St. Valentin geht mit diesem Projekt einen vernünftigen und sicheren Weg und handelt im Sinne der nachhaltigen Nutzung von Flächen, die im Besitz der Stadtgemeinde sind und im Sinne einer verantwortungsbewussten Umweltpolitik", betont die Stadtchefin.