750.000 Euro für PV-Anlagen in Haag. Stadt investiert in Photovoltaik bei der Mostviertelhalle und dem neuen Tierpark-Wirtschaftshof.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 12. Dezember 2020 (06:12)
Bürgermeister Lukas Michlmayr, Landtagsabgeordneter Anton Kasser und Ignaz Röster (Regionsleiter der Energie- und Umweltagentur im Mostviertel) freuen sich über die neuen Photovoltaikanlagen, die am Dach der Mostviertelhalle und des Mostviertelmuseums errichtet wurden.
Stadtgemeinde

Eine Milliarde Euro stellt die Bundesregierung den Gemeinden und Städten im Zuge der Coronakrise bereit, um die regionale Wirtschaft zu stimulieren. Um die niederösterreichischen Gemeinden bei der Abholung der Gelder und der Planung von Projekten bestmöglich zu unterstützen, hat die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ auf Initiative von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf eine eigene Serviceoffensive ins Leben gerufen.

Für die Stadtgemeinde Haag stehen insgesamt 583.718 Euro aus dem kommunalen Investitionsprogramm zur Verfügung. Investiert werden diese zum Großteil in den Klimaschutz. Dabei werden 50 Prozent der Investitionskosten durch den Bund übernommen und weitere Landesförderungen sind voll anrechenbar. In Haag nutzt man die Mittel aus dem kommunalen Investitionsprogramm für mehrere Projekte. So wurden heuer bereits 800 Lichtpunkte der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Leuchten getauscht sowie eine 200 kWp-Photovoltaikanlage auf der Mostviertelhalle errichtet. Am Dach des Wirtschaftshofes beim Tierpark ist eine weitere Anlage mit 270 kWp in Planung. „Wir investieren in den Jahren 2020 und 2021 insgesamt 750.000 Euro in Photovoltaikanlagen“, erklärt Bürgermeister Lukas Michlmayr.

Heizen mit Biomasse wird künftig forciert

Dank des kommunalen Investitionsprogramms 2020 und weiterer Förderungen konnten 509.000 Euro Fördermittel für diese Projekte aufgestellt werden. Dem Finanzierungsbedarf der Gemeinde in der Höhe von 240.000 Euro stehen jährliche Energieeinsparungen von 80.000 Euro gegenüber, wodurch sich eine hohe Wirtschaftlichkeit und kurze Amortisationszeiten ergeben. „Neben den heuer umgesetzten Projekten planen wir in den nächsten Jahren den Ersatz der Ölheizung im Kindergarten durch eine Biomasseheizung. Auch weitere Gemeindegebäude sollen von Gas auf Biomasse umgestellt werden. Das wurde bereits in einem Grundsatzbeschluss vom Gemeinderat vorgeschlagen. Wir sehen diese Maßnahmen als wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt und gleichzeitig auch für den Klimaschutz“, unterstreicht Michlmayr die Bedeutung für die Stadtgemeinde.

„Investitionen im Energiebereich – so wie Haag es vorzeigt – sind vielfach wertvoll: Neben dem Beitrag zum Klimaschutz fördern sie die regionale Wertschöpfung und die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region. Wir von der Klima- und Energiemodellregion Amstetten unterstützen die Gemeinden bei der Umsetzung solcher Projekte. Der Bezirk Amstetten erzeugt mittlerweile rund dreimal so viel erneuerbare Energie als er verbraucht. Wir sind Vorreiter in Sachen Klimaschutz“, ist Landtagsabgeordneter Anton Kasser stolz.