Sieben Behamberger Wiesen zum Wohle der Insekten. Um Bienen und Schmetterlingen eine Heimat zu geben, legt man in der Gemeinde Behamberg sieben Natur-Blumenwiesen an. Gemäht werden diese maximal zweimal im Jahr.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 28. April 2021 (04:45)
Sieben bunte Blumenwiesen sollen im Gemeindegebiet von Behamberg entstehen.  : Bilderbox/Wodicka
Bilderbox/Wodicka

In manchen Bereichen Mitteleuropas und Österreichs ist die Masse der Insekten dramatisch geschrumpft. Bis zu 80 Prozent weniger Insekten als noch vor wenigen Jahrzehnten sind für alle Insektenfresser, für Bestäuberblüten und nicht zuletzt für hochkomplexe Symbiosen in der Natur eine Katastrophe.

Sieben bunte Blumenwiesen sollen im Gemeindegebiet von Behamberg entstehen.  : Bilderbox/Wodicka
Bilderbox/Wodicka

Dieser Entwicklung will man nun in Behamberg entgegenwirken. „Die Gemeinde kann, wenn Flächen zur Verfügung gestellt werden, zur Erholung der Insektenbestände beitragen“, erklärt Bürgermeister Karl Josef Stegh, warum man nun auf Natur-Blumenwiesen für die Artenvielfalt in der Gemeinde setzt. Es wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die herausfinden sollte, wo in der Gemeinde Blumenwiesen umsetzbar sind.

„Jede auch noch so kleine Fläche kann als Natur-Blumenwiese angelegt werden. Rasenstreifen zwischen Gehweg und Straße, generell mähintensive Rasenflächen, die Erweiterungsfläche am Friedhof, Baumscheiben, Sickermulden oder Böschungen. Im Falle unserer Gemeinde haben wir das an mehreren Standorten vor: in Ramingdorf an der L80, bei der Kreuzung Schedlstraße–Voralpenstraße und neben dem Friedhofsparkplatz im Ort“, betont Stegh, dass man insgesamt sieben Flächen gefunden habe, die auch bereits gemeinsam mit einem Experten des Landes besichtigt wurden.

Blumensamen auch für die Bevölkerung

„An manchen Flächen werden wir inselartig an ein paar Stellen Aussaaten mit Wiesenblumen machen. Das soll eine Initialzündung sein. Von dort können sich die Arten auf die restliche Fläche ausbreiten“, erläutert Stegh. Gemäht werden die Flächen künftig maximal zweimal pro Jahr.

Die Flächen, die mit in den Schulen angefertigten Bienen und Schmetterlingen aus Holz gekennzeichnet werden, sollten nicht mehr betreten werden und auch nicht als Hundeklo verwendet werden, appelliert der Ortschef an die Bürger. „Dass wir die Flächen nicht mehr so oft mähen wie bisher, ist eine Aktion, die in Richtung Klimaschutz geht und nicht Faulheit der Gemeinde“, stellt Stegh auch klar.

Mit der Blumenwiesen-Aktion will man auch die Bevölkerung animieren, mitzumachen und sich zu Hause eine Blumenwiese wachsen zu lassen. „Wir bieten allen Interessierten Blumensamen an, die sie inklusive Infomaterial am Gemeindeamt abholen können“, erklärt der Bürgermeister.

Umfrage beendet

  • Würdet ihr euch eine Blumenwiese im eigenen Garten anlegen?