Haag

Erstellt am 13. März 2018, 04:24

von Hermann Knapp

Die Politik ist kein Ruhekissen. Hermann Knapp über die berufliche Zukunft von Andreas Pum.

Wer sich um ein Mandat bewirbt, kann nicht damit rechnen, dass er es auch bis zur Pension innehaben wird. Das zeigt sich jetzt deutlich am Beispiel von Andreas Pum. 2013 verpasste der Bauernbundfunktionär aus St. Valentin nur um wenige Stimmen den Wiedereinzug in den Landtag. Damals schickte ihn die ÖVP dafür in den Bundesrat. Diesmal hat ihm auch ein engagierter Wahlkampf mit mehr als 2.100 Vorzugsstimmen nicht geholfen, dieses Mandat zu verteidigen. Es wandert ins Waldviertel.

Pum hat das Pech, dass die ÖVP im Bezirk Amstetten mit Mandaten überdurchschnittlich gut ausgestattet ist: Zwei Landtagsabgeordnete (Hinterholzer und Kasser), zwei Nationalräte (Hanger und Rosenberger). Hinzu kommen der VP-Landesgeschäftsführer (Bernhard Ebner sitzt ja ebenfalls im Landtag) und auch noch Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka.

Pum muss sich beruflich nun also neu orientieren. Er hat aber immerhin ein Netz, über das andere Politiker nicht verfügen: einen landwirtschaftlichen Betrieb! Und in St. Valentin ist er ja auch noch Stadtrat.