Drei sind wohl zwei zu viel. Über die Bürgerinitiativen im Grenzgebiet.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 28. Oktober 2020 (02:08)

Dass Windpassing, Pyburg und Mauthausen im Verkehr versinken, steht außer Streit. Wie diese Problematik zu lösen ist, darüber existieren verschiedene Meinungen – und mittlerweile drei Bürgerinitiativen. Den Anfang machte 2017 der Verein „DoNeubrücke“, der von Wirtschaftstreibenden ins Leben gerufen wurde und der die Umsetzung einer zweiten Brücke beschleunigen möchte. In St. Pantaleon und Ennsdorf entstand später die Bürgerinitiative Verkehr 4.0. Sie spricht sich gegen eine zweite Brücke und gegen den Ausbau der Umfahrung aus. Die Bürgerplattform Pro Ennsdorf-Windpassing hat sich mit einer zweiten Brücke abgefunden, kämpft aber gegen den Umfahrungsausbau.

Jede der drei Bürgerinitiativen wird alleine wenig Gehör finden. Einen gemeinsamen Nenner zu finden und diesen mit vereinten Kräften zu vertreten, würde die Erfolgschancen erhöhen, ist aber unrealistisch. Die Pläne der beiden Länder zu verhindern, würde vermutlich aber auch so nicht gelingen.