Haag , St. Valentin

Erstellt am 16. Oktober 2018, 04:33

von Ingrid Vogl

Eine Vorschrift ohne Weitblick. Ingrid Vogl über das gescheiterte „Wonderland“ in Haag.

Rund 19 Millionen Euro wollte der St. Valentiner Unternehmer Stefan Antal in einen Freizeitpark im amerikanischen Stil mit US-Car-Erlebniswelt, Motel, Kindervergnügungspark, Lokalen und Shops investieren. Mit diesem sogenannten „Wonderland“ erlebte Antal nun aber sein blaues Wunder.

Weil sein Projekt im Haager Gewerbepark angesiedelt gewesen wäre und nicht in einer Zentrumszone, hätte das NÖ Raumordnungsgesetz für die geplanten Shops eine maximale Verkaufsfläche von 80 Quadratmetern erlaubt. Für Antal ein Ding der Unmöglichkeit und eine Vorschrift, die das Millionenprojekt nun zu Fall bringt.

Mit dem Gesetz möchte man einem Ortskernsterben entgegenwirken. So weit, so gut. Bei Antals „Wonderland“ hätte man aber wohl besser das Gesamtprojekt im Hinterkopf haben sollen. Abgesehen von den hundert Arbeitsplätzen, die durch das Projekt entstanden wären, hätte das „Wonderland“ Haag steigende Tourismuszahlen und Kommunalsteuereinnahmen in beträchtlicher Höhe beschert. Ein Schaden für die Stadt sieht wohl anders aus.