Einzig möglicher Kompromiss. Hermann Knapp über die Einigung der Länder in Sachen Donaubrücken.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 21. November 2017 (04:24)

2015 verkündeten die Landeshauptleute Erwin Pröll und Josef Pühringer den Neubau der Mauthausner Brücke und dass man sich bis Jahresende auf eine Trasse einigen werde. Damals stand in OÖ die Landtagswahl vor der Tür.

Danach war von einer Einigung keine Rede mehr. NÖ präferierte den alten Standort um neuen langwierigen Grundablöseverhandlungen in St. Pantaleon zu entgehen, OÖ wollte die Brücke hingegen nach Osten verlagern, um Mauthausen zu entlasten.

In der Vorwoche verkündeten nun die Landeshauptleute Johanna Mikl-Leitner und Thomas Stelzer eine Einigung. Eine zweite Brücke soll gebaut werden, wobei es noch immer keinen konkreten Standort gibt, sondern nur einen Korridor dafür. Übrigens: 2018 sind in NÖ Landtagswahlen. Ein Schelm, wer da nun Parallelen zum Jahr 2015 wittert.

Ob die Zwei-Brücken-Lösung wirklich die beste ist – vor allem, wenn man langfristig an die Erhaltungskosten denkt – ist fraglich. Aber anscheinend ist diese Variante der einzig mögliche Kompromiss zwischen den Ländern. Schade eigentlich!