Jedes Für hat auch ein Wider. Ingrid Vogl über die Schließung des Strengberger Hallenbades.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 07. Juni 2017 (04:59)

Strengberg ist eine Gemeinde mit knapp 2.000 Einwohnern. Kaum eine Gemeinde dieser Größenordnung kann ihren Bewohnern ein Hallenbad bieten. Die Strengberger kamen jedoch in den letzten 42 Jahren in diesen seltenen Genuss. Damit dürfte jetzt Schluss sein.

Zum einen nagt der Zahn der Zeit unübersehbar am Keller des Hallenbades, zum anderen beschloss der Gemeinderat mehrheitlich die Schließung. Nicht aus Jux und Tollerei, sondern aus finanziellen Gründen und Platzgründen, denn in den Räumlichkeiten des defizitären Bades soll eine vierte Kindergartengruppe eine neue Heimat bekommen.

Eigentlich eine vernünftige Idee, mit der man zwei Probleme auf einmal löst, sollte man meinen. Eine Bürgerinitiative sieht das jedoch anders und sammelt fleißig Unterschriften. Wer für den Erhalt des Hallenbades unterschreibt, sollte sich bewusst sein, dass er sich damit auch gegen einen Kindergarten ausspricht, denn beides kann sich die Gemeinde offenbar nicht leisten. Daran werden auch hunderte Unterschriften nichts ändern können.