Lösung ist noch keine in Sicht. Ingrid Vogl über die aussichtslose Lage dreier Tagesmütter.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 08. September 2014 (11:04)
Drei Wochen sind vergangen, seitdem das Schicksal der drei Behamberger Tagesmütter bekannt wurde, die in OÖ wegen ihres NÖ-Wohnsitzes gekündigt wurden. Bis jetzt hat sich an ihrer Situation nichts zum Besseren geändert. Im Gegenteil.

Eine hat bereits kapituliert. Bei einer anderen wird die in Oberösterreich absolvierte Ausbildung in Niederösterreich nicht anerkannt und daher darf sie in ihrem erlernten Beruf nicht mehr weiterarbeiten. Die Dritte stürzt sich für die Fortsetzung ihrer Tagesmütter-Laufbahn vielleicht sogar in ein finanzielles Abenteuer, indem sie sich in Oberösterreich einen weiteren Wohnsitz zulegt, an dem sie die Kinder dann betreuen darf. Wirkliche Lösungsansätze für das Grenzproblem sehen wohl anders aus.

Eines lässt sich aber weiterhin nicht wegdiskutieren: Der Bedarf an Tagesmüttern ist groß. Ernsthafte Lösungen sollten daher möglichst schnell auf den Tisch, denn haben sich die Tagesmütter einmal für eine andere berufliche Laufbahn entschieden, dann wird kein Anreiz mehr groß genug sein, um sie noch einmal zurückzuholen.