Schildbürger par excellence. Über die Gerüchte über das Haager Bezirksgericht.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 15. Oktober 2019 (02:54)

Wäre in der Vorwoche nicht der 11. Oktober, sondern der 11. November und somit Faschingsbeginn gewesen, dann hätte man bei dem der NÖN zugespielten Ministeriumspapier wohl an einen schlechten Faschingsscherz gedacht. Das Papier, das die erneute Schließung der Bezirksgerichte in Haag und Waidhofen vorsieht, ist aber völlig ernst gemeint.

Dass man in den betroffenen Gemeinden darüber nur den Kopf schütteln kann, verwundert nicht. Schließlich war die Zusammenlegung schon einmal beschlossen und im September 2017 wegen Kostenexplosion wieder aufgehoben worden. Dass die Akten jahrelang täglich von Amstetten mit dem Taxi zu den Außenstellen nach Waidhofen und Haag chauffiert wurden, war nur ein kleiner Kostenfaktor – aber dafür ein ziemlich skurriler. Dass die Gemeinden zuletzt Millionen in den Umbau der denkmalgeschützten Gerichtsgebäude steckten, spricht laut dem Expertenbericht auch nicht für den Erhalt der Gerichte. Fazit: Schilda lässt grüßen!